Kein Recht auf den Spielplatz

Die Rutsche abgebaut, das Gelände am Hang eingezäunt: So sieht es derzeit auf dem Spielgelände des Königsteiner Kindergartens aus. Viele Helfer fanden sich beim Abbau der Geräte, wie zum Beispiel der Rutsche, und dem Versetzen der Zäune ein. Der Markt Königstein musste aufgrund einer Klage einen Teil des Spielplatzes räumen. Bild: hdk

Die Kinder finden nun einen anderen Platz zum Spielen. Der Umzug erfolgt jedoch nicht freiwillig.

Wegen einer Räumungsklage musste ein Teil des Spielplatzes des Königsteiner Kindergartens umgesiedelt werden. Die Nutzung beruhte auf einer mündlichen Vereinbarung, die der Vater des Besitzers mit der Marktgemeinde getroffen hatte.

Der Erbe und Eigentümer wollte sein Hanggrundstück nicht mehr gegen Pacht zur Verfügung stellen und reichte eine Räumungsklage gegen die Marktgemeinde ein. Er möchte auf seiner Fläche Holz lagern und das Areal mit einem Traktor befahren. Er forderte deshalb, die aufgestellten Spielgeräte zu beseitigen. Seine Anwältin - und im August auch das Gericht - sahen keine Rechte der Marktgemeinde an diesem Grundstück. Die Rutsche wurde nun abgebaut, sowie die Zäune versetzt.

Der Marktrat beschloss nun, das Angebot von Marco Wiesnet, dem neuen Eigentümer des Nachbaranwesens, anzunehmen und einen Teil seines Grundstückes zu pachten. Hier kann die Kinderrutsche wieder aufgestellt werden. Auch haben die Kinder zum Spielen wieder mehr Platz. Viele freiwillige Helfer packten bei den Abbauarbeiten mit an. Bürgermeister Hans Koch freute sich über die gute Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat, den Eltern und einigen Großvätern, die mithalfen. Die Gestaltung des neuen Spiel-Grundstückes wird im Marktrat noch genauer besprochen. (Angemerkt)
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