Kein Sieg bei Heimpremiere

Konzentriert gingen die Thumsenreuther Schützen zu Werke. Aber es reichte nicht für einen Sieg. Bild: att

Kein Glück im Heimkampf: Die Luftpistolen-Mannschaft der SG 1899 Thumsenreuth verlor auf eigener Schießanlage mit 2:3 gegen den SV Peiting. Dennoch behaupteten sie den zweiten Tabellenplatz in der 2. Bundesliga Süd.

Thumsenreuth. (att) "Schießsport kann unheimlich spannend sein", nickte anerkennend ein Zuschauer bei den Wettkämpfen der 2. Bundesliga Süd mit der Luftpistole in Thumsenreuth. Erstmals seit Bestehen des Ligensystem bestritt eine Oberpfälzer Mannschaft einen Heimkampf. Die Zuschauer verfolgten an den Großleinwänden im Gastraum und im Schützenstand das Ereignis. Kampfrichter Ludwig Mayer aus Amberg lobte die neue Anlage der Schützengesellschaft 1898 Thumsenreuth statt: "Eine Top-Anlage für die Schützen."

Spannender Wettkampf

Aufsteiger Thumsenreuth musste gegen die aus dem Kreis Weilheim-Schongau angereisten Schützen des SV Peiting antreten. Die Zuschauer wurden mit einem spannenden Wettkampf belohnt. Den fünf Thumsenreuther Schützen war die Anspannung aufgrund der Erwartungshaltung des Publikums deutlich anzumerken.

Mannschaftsführer Karl Greger versuchte, auf Position vier alle Register zu ziehen. Er beendete seine 40 Schuss mit 358 Ringen gegen Michael Riedl, der aber den Punkt knapp mit 360 Ringen holte. Auch bei der Nummer fünf der Thumsenreuther lief es nicht optimal. Thomas Weiß haderte mit sich selbst: "Ich krieg meine Hand nicht ruhig." Doch nach Anfangsschwierigkeiten zeigte sich seine Erfahrung und er punktete klar mit 367:355 gegen Andreas Wiedemann.

Für die Nummer eins, Lukas Spachtholz, gestaltete sich der Wettkampf zu einem Drama: Nachdem er in der Probeserie mit 98 Ringen beeindruckt hatte, verlief sein Wettkampf unerwartet. Die Zehn wollte einfach nicht fallen, dafür zeigten sich viele grüne Treffer (Acht). Zerknirscht musste er sich mit 362 Ringen Michaela Brosselt-Guggemos (374) geschlagen geben. Auf Platz drei ließ Sonja Weiss ihrem Gegner Thomas Landes keine Chance. Sie eröffnete mit der besten Serie des Tages: 99 Ringe. Am Ende war sie wieder die Spitzenschützin der Thumsenreuther mit 378 Ringen und punktete klar gegen 364 Ringe.

Die Nummer zwei, Simon Weiß, tauchte in ein Wechselbad der Gefühle ein. In den ersten drei Serien arbeitete er sich einen Vorsprung von drei Ringen gegen Fritz Aigner heraus. Aigner schoss relativ schnell und beendete den Wettkampf mit 371 Ringen. Simon Weiß versuchte, seinen Vorsprung in der letzten Serie zu retten. Doch mit einer Acht im vorletzten und einer Neun im letzten Schuss zeigte die Anlage auch bei ihm 371 Ringe an. Somit mussten die beiden Schützen ins Stechen. Hier hatte der Peitinger die besseren Nerven. Im vierten Stechschuss gelang ihm eine 9,7. Bei Simon Weiß lagen die Nerven blank, er kam nur auf 8,1. Somit entführten die Oberbayern die beiden Mannschaftspunkte mit 3:2.

In den anderen Wettkämpfen gewann Edelweiß Scheuring mit 4:1 gegen die Wildbachschützen aus Landshut sowie FSG Bad Tölz mit 3:2 gegen SG Frohsinn Oberpfaffenhofen. Thumsenreuth liegt trotz der Niederlage noch auf Platz zwei der Zweitliga-Tabelle, gleichauf mit der HSG Erlangen. Mit Spannung werden die Wettkämpfe am 6. Dezember in Landshut erwartet. Thumsenreuth tritt dann gegen Bad Tölz und die Singoldschützen aus Großaitingen (Schwaben) an.
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