Kein Talent darf verloren gehen

Landrat Thomas Ebeling (rechts) überreichte den Arbeitskreisleitern Diana Neidhardt, Michael Mändl und Martina Englhardt (von links) Blumen und ein Buchgeschenk. Bild: rid

150 Bildungsakteure haben in den vergangenen sieben Monaten ihre Hausaufgaben gemacht: Mit dem 220-seitigen Konzept bewirbt sich der Landkreis um das Qualitätssiegel "Bildungsregion in Bayern".

Schwandorf. (rid) Landrat Thomas Ebeling überreichte die Unterlagen beim zweiten Dialogforum am Donnerstag in der Halle der Firma Horsch an den Leitenden Ministerialrat im Kultusministerium, Bernard Butz.

Die Konferenz der Schulaufsicht wird die Inhalte prüfen und - davon ist auszugehen - für gut befinden. Zur Verleihung des Qualitätssiegels erwartet der Landrat im kommenden Jahr Kultusminister Ludwig Spaenle. "Die Überreichung der Urkunde markiert aber keinesfalls den Endstand der Initiative", betonte Maria Kinzinger. Die Ministerialbeauftragte für die Realschulen in der Oberpfalz ist Vorsitzende der Schulaufsichtskonferenz und wird in einem regelmäßigen Monitoring "qualitätssichernde Maßnahmen" einfordern. Maria Kinzinger bedankte sich bei den "engagierten Bildungsakteuren" und vor allem bei den Leitern der fünf Arbeitskreise.

Ideen bündeln

Diana Neidhardt (Pfreimd), Rektorin an der Rehbühl-Grundschule in Weiden, leitete den Arbeitskreis "Übergänge organisieren und begleiten" und brachte die Vertreter der verschiedenen Schulen an einen Tisch. "Wir haben unsere Erfahrungen ausgetauscht und werden nun die Ideen bündeln", betonte die Schulleiterin. Wer sich einbringen möchte, kann dies auf einer Online-Plattform tun.

"Kein Talent darf verloren gehen". Mit dieser Herausforderung beschäftigte sich der Arbeitskreis um die Berufsschullehrerin Martina Englhardt. Sie hat mit dem Jugendamt, der Förderschule und dem Haus des Guten Hirten Kontakt aufgenommen und nach Lösungen gesucht, wie man auch den lern- und sozialschwache Kindern eine Teilhabe an der Gesellschaft und am Arbeitsleben ermöglichen kann. "Mit der Integration der Flüchtlingskinder kommt eine zusätzlich Aufgabe auf uns zu", betonte die AK-Leiterin. Mit dem demografischen Wandel befasste sich die Gruppe um Michael Mändl. Der Geschäftsführer des Berufsbildungszentrums auf dem ehemaligen Bayernwerksgelände in Schwandorf bekommt den Wettbewerb um die besten Köpfe mit und bietet mit Hilfe der Arbeitsagentur regelmäßig Nachqualifizierungsmaßnahmen an.

Gut vernetzen

Mit der Vernetzung der Bildungsträger waren der Berufsschullehrer Stefan Potschaski und sein Arbeitskreis beauftragt. Um einen generationenübergreifenden Dialog schließlich bemühte sich die Gruppe um Charlotte Pelka von der "Lernenden Region".

Von den 96 Landkreisen und kreisfreien Städten in Bayern beteiligen sich 70 an der Initiative des Kultusministeriums. Sie verfolgen alle ein Ziel: Verbesserung der Bildungs-, Ausbildungs- und Teilhabechancen für die jungen Menschen vor Ort.
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