Kein weitergehender Handlungsbedarf
Stadtrat

Pfreimd. (cv) Das erste Verfahren, in dem die Kommunen beim Landkreis die Herausnahme von Flächen aus der Schutzzone des Naturparks "Oberpfälzer Wald" beantragen konnten, um Windräder zu ermöglichen, ist bekanntlich über die Bühne gegangen. Nun läuft ein zweites Zonierungsverfahren, das die Möglichkeit schafft, unproblematische Standorte in Landschaftsschutzgebieten für Windkraft freizugeben, ohne dass diese Flächen insgesamt den Status des Landschaftsschutzgebietes verlieren.

In einem ersten Schritt befragt das Landratsamt die Gemeinden, ob Anträge gestellt oder die bestehenden, im ersten Verfahren nicht berücksichtigten Anträge aufrechterhalten werden. Pfreimd hatte sich Ende des Jahres 2012 dafür ausgesprochen, ein Areal Nähe Kulmstein an der westlichen Gemeindegrenze und den Bereich Büchelberg östlich von Oberweihern zur Ausweisung als Konzentrationsfläche für Windkraft anzumelden.

Mit Blick auf die baurechtlich genehmigte Windparkanlage bei Pamsendorf sah der Stadtrat nun in seiner letzten Sitzung "keinen weitergehenden Handlungsbedarf". Dem Landratsamt wird mitgeteilt, dass an dieser einen Konzentrationsfläche festgehalten werden soll und das Verfahren voraussichtlich im Frühjahr zu Ende gebracht wird. Die Anträge auf Zonierung der beiden anderen Gebiete haben sich erledigt. Der Beschluss fiel gegen die Stimmen der Stadträte Günther Strehl und Rupert Schichtl. Letzterer hätte das Gerichturteil zum Windpark Pamsendorf abwarten wollen.
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