Keine Angst vorm Defibrillator

Fehler kann man damit nicht machen. Deshalb gilt bei einem Defibrillator auch: Lieber einmal zu oft, als einmal zu selten einsetzen.

Das ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis aus einer Aufklärungsveranstaltung zur Anwendung des neu installierten Defibrillators im Pfarrheim Ursulapoppenricht. Die Feuerwehr hatte dazu eingeladen. Das Gerät wurde je zur Hälfte von der Gemeinde Hahnbach und vom Erlös der Christbaumversteigerung der Feuerwehr angeschafft.

Referenten waren Sanitätsausbilder Daniel Weidner von der Wasserwacht und FFW-Kommandant Michael Iberer. Sie nahmen den Zuhörern zunächst die Angst, beim Einsatz des am Pfarrheim installierten Geräts Fehler zu machen. Eingesetzt wird es allerdings nur bei Herzschlag oder sogenanntem Kammerflimmern bei einer bewusstlosen Person. Sonst werden keine Stromschläge abgegeben.

Die Referenten verwiesen darauf, dass der Defi nur geholt werden sollte, wenn währenddessen mindestens eine weitere Person in der Nähe des Bewusstlosen bleiben kann. Bevor sie an einem Übungsdefibrillator und einer Puppe eine Reanimierung vorführten, erklärten die beiden Referenten die den meisten bekannte Mund-zu-Mund-Beatmung und die Herzdruckmassage. Anschließend zeigten sie die Anwendung des Defis und erklärten auch die Signale des Gerätes. Dazu zeigten sie, wo die Elektroden aufgeklebt werden. "Der Defibrillator gibt Anweisungen - wenn man diese befolgt, kann nichts schiefgehen", betonte Daniel Weidner. Nicht vergessen sollte man aber, vor Beginn der Reanimierung den Notarzt zu rufen. Während jemand das Gerät holt, sollte bereits eine Herzdruckmassage gemacht werden. All dies konnten Interessierte dann an Übungsgerät und Puppe selbst ausprobieren.
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