Keine Beute aus Berlin

Drei Treffer von Nikolaj Neumann (rechts) sind zwar ehrenwert, doch reichten sie nicht zum Punktgewinn für die Weidener Wasserballer. Diese mussten sich bei Neukölln Berlin mit 8:10 geschlagen geben. Bild: A. Schwarzmeier

Schon wieder ganz knapp verloren und schon wieder keine Punkte auswärts. Die Weidener Bundesliga-Wasserballer lieferten eine gute Leistung ab, machten am Ende jedoch zu wenig aus ihren Chancen und verloren das letzte Spiel dieses Jahres mit 8:10 bei der SG Neukölln Berlin.

Weiden. (prg) Der erwartete Schwung nach dem Sieg gegen Potsdam wurde durch den kurzfristigen Ausfall der Leistungsträger Sean Ryder und Michael Trottmann ausgebremst. Wenig euphorisch reisten die Oberpfälzer in die Hauptstadt, sie kämpften, erspielten sich sogar Chancen, das Spiel gegen Ende noch zu drehen, doch dafür reichte letztendlich die Kraft nicht mehr.

Enttäuschter Trainer

Trainer Gerhard Wodarz konnte und wollte seine Enttäuschung nicht verheimlichen: "Wir haben heute enorm wichtige und ganz realistische Punkte liegen lassen und dies nur, weil wir nicht komplett antreten konnten. Die Mannschaft hat sich alle Mühe gegeben, aber wenn am Ende keine Kraft mehr da ist, um die Chancen zu verwerten, fährt man mit leeren Händen nach Hause" schimpfte er noch am Sonntag und hatte nach eigenen Aussagen eine schlaflose Nacht hinter sich.

Im ersten Viertel ließen sich die Weidener überraschen und fingen zwei schnelle Treffer ein. Sie konnten zwar noch auf 1:2 verkürzen, doch das Viertel ging zu deutlich mit 2:5 Toren verloren. Im zweiten Abschnitt fanden die Gäste endlich ins Spiel, agierten konsequenter im Umkehrspiel und konnten damit das Spiel langsam in die richtige Bahnen bringen. Nach dem passablen Spielverlauf und 4:6-Halbzeitstand waren die Hoffnungen wieder geweckt, doch noch etwas Zählbares aus der Hauptstadt zu entführen.

Bis auf 8:9 dran

In einem sehr intensiven dritten Spielabschnitt investierten die Gäste sehr viel Kraft, trotzdem vergrößerte sich der Abstand auf 6:9. Im Schlussabschnitt erspielten sich die Weidener einige gute Gelegenheiten, von denen sie zwei zum 8:9-Anschluss verwandelten. Eine Überzahl wurde nicht zum Ausgleich genutzt, stattdessen trafen die Hausherren zum vorentscheidenden 10:8. Es war noch genügend Zeit, um den Anschluss oder sogar den Ausgleich herzustellen. Ein weiterer Wasserverweis der Neuköllner brachte die nächste Möglichkeit für Weiden, doch auch die wurde vergeben. Die letzten vier Spielminuten liefen so ziemlich an den Weidenern vorbei. Die Kraft war nicht mehr da, um noch eine Schippe draufzulegen und weitere Akzente zu setzten. So endete die Begegnung mit einem 10:8-Sieg für die Berliner.

Jetzt haben die Wasserballer viel Zeit, um an den Defiziten zu arbeiten. Aufgrund der Weihnachtsferien und der im Januar laufenden EM in Belgrad, fällt die Winterpause diesmal besonders lang aus. Der nächste Spieltag ist für den 6. Februar datiert, Weiden empfängt dann in der Thermenwelt den SV Cannstatt.

SG Neukölln Berlin - SV Weiden 10:8 (5:2, 1:2, 3:2, 1:2)

Persönliche Fehler: Neukölln 6 + Spielzeitstrafe, Weiden 6

Schiedsrichter: Alwin Müller und Ralf Müller

Spieler des Tages : Florian Thom (Torwart Neukölln)

SV Weiden : Srajer im Tor, Aigner, Schirdewahn, Hinz, Thomas Kick, Langmar (1 Tor), Tamas (1), Neumann (3), Janecek, Ströll (2), Jahn (1) und Kreiner
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.