Keine "Dämmersitzungen" mehr

Zufrieden zeigte sich der Bauausschuss mit der Rathausrenovierung. "Wir liegen gut in der Zeit, die ins Dostlerhaus ausgelagerten Dienststellen werden wohl im September zurückkehren. Dann ist die Zeit unserer Dämmersitzungen hier im Kolpingsheim vorbei", kündigte Bürgermeister Werner Walberer an.

Befürwortet wurden das vom Pfaffenreuther Kapellenverein geplante Missionskreuz beim kleinen Gotteshaus und die vom Obst- und Gartenbau vorgeschlagene Traubeneiche in der Dietl-Anlage. Walberer begrüßte dies als Schritt zur Neugestaltung. Geplant sei am Gefangenenmahnmal eine Tafel mit den Namen der Vermissten des Zweiten Weltkriegs und ein Bushäuschen, hielt der Ausschuss fest.

Einverstanden erklärte sich das Gremium mit dem Antrag Richard Suttners auf "Herstellung eines Gewässers durch Abbau von Sand und Kies" bei Dießfurt. Keine Einwände gab es gegen die Bauvorhaben von Alexander Sporr (Wohnhausanbau, Sonnenstraße), Adolf Ficker (Scheune, Troschelhammer), Georg Lober (Umnutzung einer Werkstatt als Zoiglstube in Pfaffenreuth) und Martina Krügel (Umnutzung einer Scheune als Werkstatt in Döllnitz).

Möglichst zügig soll ein unausgebautes200 Meter langes Stück der Straße zwischen Döllnitz und NEW-Solarpark modernisiert werden. Der Bauausschuss bejahte das von Ingenieur Michael Wagner vorgestellte Konzept, das aus grundstücksrechtlichen Gründen bei der Straßenentwässerung vereinfacht wurde. Eine Fahrbahnbreite von sechs Metern ist jedoch weiterhin vorgesehen.

Um keine "Rennbahn" zu schaffen, soll die Straße an der Dorfeinfahrt verengt werden. Erwägen wollen die Planer einen Hinweis von Johannes Krügel, der bat, die beiden als "Bienenweiden" wertvollen Bergahorne am Ortseingang als Verengungen stehen zu lassen. Ingenieur Wagner versprach, dies zu prüfen. In einer Ortsversammlung wollen Stadt und Planungsbüro noch im Juli das Projekt vorstellen und Anregungen sammeln. Erst dann wird der endgültige Plan ausgearbeitet, der dem bis zum 30. September bei der Regierung der Oberpfalz einzureichenden Antrag auf Fördergelder des Freistaats beiliegen muss. Aufgeschlossen zeigte sich der Ausschuss einem von Norbert Höfer (CSU) eingebrachten Vorschlag, in der Nähe des künftigen "Entlastungsparkplatzes Ost"weitere Stellflächen anzulegen. Alle von Höfer ins Gespräch gebrachten fünf Parkboxen an drei Stellen werden sich nach Einschätzung von Ingenieur Wagner nicht verwirklichen lassen.

Mit Bernhard Stangl (SPD) war sich der Planer einig, dass die von Zufahrt und Straße "Hinter der Mauer" gebildete "Spitze" gegenüber der Gaststätte Hilpert nicht verplant werden sollte: "Dort sollte ein Baum gepflanzt werden." Realisierbar wären Stellflächen längs der Zufahrt gegenüber dem Entlastungsparkplatz und am Straßenrand südlich der Gaststätte. Ein Ortstermin soll Klarheit bringen. (bjp)
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