Keine Darlehen für Investitionen

Mit einer soliden Haushaltsplanung kann die Gemeinde Weigendorf heuer ihre Aufgaben finanziell gut verkraften. An Investitionen steht die Breitbandversorgung im Vordergrund, kleinere Maßnahmen ergänzen dies.

Im Gasthof "Zum Bayerischen Johann" übernahm nach dem Willkommensgruß an eine stattliche Zuhörerschar durch Bürgermeister Reiner Pickel VG-Kämmerin Ingrid Plickert die Vorstellung und Erläuterung des Haushalts 2015. Im Volumen des Verwaltungshaushalts von 1 642 450 Euro sind alle Einnahmen und Ausgaben des laufenden Geschäfts enthalten, während der Vermögenshaushalt mit 674 900 Euro die Investitionen enthält.

Da der Staat etwas bessere Zuwendungen leistet und man sparsam damit umgeht, kann der Einnahmenüberschuss mit 191 400 Euro größtenteils zur Kredittilgung verwendet werden. Für die Investitionen werden keine Darlehen benötigt. Die im Vorbericht zum Haushalt ausführlich dargelegten Einzelpositionen wurden angesprochen und die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr erläutert.

Gute Aussichten

Die Gesamtbeurteilung zeigt eine tragfähige Finanzlage und gute Aussichten für die Zukunft. Der Bürgermeister war mit der Entwicklung zufrieden, wies aber auf größere Belastungen in den nächsten Jahren wie Erweiterung des Kindergartens hin. Der Gemeinderat beschloss Haushaltssatzung und -plan sowie Stellenplan und Finanz- und Investitionsplan für die nächsten Jahre.

Beim "Tagesgeschäft" kam der Bauantrag von Wili Grötsch auf Errichtung eines Carports auf den Tisch. Die Räte gaben ihr Einvernehmen, da das Landratsamt darüber zu entscheiden hat. Formsache war die Bestätigung der Kommandantenwahlen bei der FFW Weigendorf. Jens Sollner führte die Wehr die nächsten sechs Jahre, sein Stellvertreter ist Claus Gerstacker.

Zu diesem Bereich passte der Antrag der Wehr, das 30 Jahre alte Schlauchwickelgerät auszumustern und durch ein neues Gerät zu ersetzen. Angebote liegen vor, die Räte stimmten der Anschaffung mit 2926 Euro zu. Ein weiterer Zuschussantrag betraf die Ableitung von Oberflächenwasser durch das Anwesen Pickel in Oed bei einer vorgesehenen Hofpflasterung. Der Bauausschuss hatte sich vor Ort informiert und riet dazu; man war mit 2000 Euro einverstanden. Fast an gleicher Stelle läuft bei starken Regenfällen das Wasser von der Kreis- in die Zufahrtsstraße "Am Weinberg" und bis an die Oedmühle. Hier ergab die Besichtigung den Vorschlag, durch eine Teerschwelle und anschließende Granitsteinrinne das Gebäude freizuhalten.

Weichen stellen

Für das in November 2014 erarbeitete Hochwasserschutzkonzept kam vom Wasserwirtschaftsamt der Bescheid, dass heuer keine Mittel zur Verfügung stehen. Für 2016 könnte man mit einem Antrag auf vorzeitigen Baubeginn allerdings die Weichen stellen. Da dies noch keine starre Verpflichtung bedeutet und letztlich der Gemeinderat darüber entscheiden muss, will man dies so handhaben.

Im Infoteil des Bürgermeisters wies dieser auf den Abschluss der LED-Umstellung hin. Auch die Bündelausschreibung für den Strombezug hat sich mit Zustimmung zum Normalstrom erledigt. Der Umsprengelung einiger Schüler in den Schulverbund Sulzbach-Rosenberg hat dieser zugestimmt, das gleiche wird von Hersbrucker Seite erwartet.

Beim Strombezug ab 2016 hakte 2. Bürgermeister Fabian Bräutigam nach mit dem Hinweis, dass 2014 der Ökostrom billiger war und man dies bei späterer Vergabe im Auge behalten solle. Zudem regte er eine stärkere Werbung für die freien Bauplätze im Gebiet "Dannloher Weg" in Högen an.

Stromverbrauch erfahren

Walter Kempf möchte die Einsparmöglichkeiten von Strom bei den gemeindlichen Verbrauchsstellen erfahren und beantragte einen Bericht des Energiebeauftragten. Die Klage von Högener Bewohnern wegen stärkeren Rattenauftretens gab er an die Verwaltung weiter.
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