Keine Diskussion: Junge Union unterstützt Krankenhauspolitik des Landrats
Gesunde Strukturen schaffen

74 Millionen Euro Defizit hatten die Krankenhäuser in Bayern 2003. Auch im Landkreis war die Situation mit 3,5 Millionen Euro "Miesen" nicht besser. Über geplante Gegenmaßnahmen infomierte Landrat Simon Wittmann die Junge Union in einer Diskussionsveranstaltung.

Besonders der Rückgang der Fallzahlen, die kürzere Belegzeit und der Trend, dass Patienten gerne größere Häuser ansteuern, seien die Hauptursachen für die schlechte Finanzlage der Kreiskliniken.

61 Prozent der Landkreisbewohner wendeten sich im Krankheitsfall an Häuser in Weiden, Regensburg oder Lindenlohe. Zwei Drittel der Patienten im Klinikum Weiden kämen aus dem Umland. Außerdem fehle oft die notwendige Spezialisierung der Ärzte vor Ort.

Eine Lösung sieht Wittmann nur in der Zusammenlegung oder Schließung von Stationen, Outsourcing von Servicebereichen und langfristig im Zusammenschluss der Häuser auf regionaler Ebene. Durch einen solchen "Gesundheitskonzern Nordoberpfalz" will der Landrat für die notwendige wohnortnahe Versorgung sorgen, "und die soll auch bezahlbar bleiben".

"Die Junge Union steht voll hinter den notwendigen Strukturveränderungen, um die Krankenhauslandschaft der nördlichen Oberpfalz mittelfristig zu sichern", betonte Kreischef Ludwig Würth.

Für die JU seien drei Punkte enorm wichtig: keine Schuldenaufnahme für kurzfristige Strukturveränderungen, die sich nur als Strohfeuer erwiesen, Sicherung einer wohnortnahen und leistungsfähigen Krankenversorgung und Schaffung von tragfähigen Strukturen.

Im Krankenhaus Neustadt sei dies bereits durch die Komprimierung von sechs auf vier Stationen und der Reduzierung des Personals und in Eschenbach durch die Einrichtung einer Kurzliegerstation geschehen.
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