Keine Jagd, nur Ordnung

Parken in der Innenstadt gerät ab sofort in den Fokus der Verkehrsüberwachung. Falschparker oder Geschwindigkeitsrowdys müssen sich warm anziehen. Bild: swt

Falschparker und Geschwindigkeitsrüpel müssen sich in den nächsten Wochen warm anziehen. Seit wenigen Tagen greift in der Bergstadt eine neue Verkehrsüberwachung.

Diese findet in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Ursensollen statt. Unsere Redaktion befragte dazu den Auerbacher Bürgermeister Joachim Neuß und die Abteilung für Verkehrsüberwachung im Rathaus Ursensollen.

Wie gestaltet sich die Vereinbarung mit Ursensollen?

Joachim Neuß: Die Vereinbarung wird zwischen der Stadt Auerbach und der Gemeinde Ursensollen geschlossen. In der Gemeinde Ursen-sollen befindet sich die Dienststelle der Verkehrsüberwachung Oberpfalz Mitte zur kommunalen Überwachung des ruhenden Verkehrs und der Geschwindigkeitsüberwachung.

Warum wurde der Vertrag mit Pegnitz nicht weitergeführt?

Neuß: Weil man im Zuge der strukturellen, partnerschaftlichen Entwicklung der Verkehrsüberwachung sondiert hat, ob man alles selber und damit noch einmal machen soll oder sich bereits bestehenden Strukturen angliedern kann, die sich bereits bewährt haben. Dies hat sich dann auch wirtschaftlich als der bessere Weg erwiesen.

Dabei wurden insgesamt drei Zusammenschlüsse für Verkehrsüberwachung betrachtet. Mit den zwei, die geografisch am nächsten liegen, haben wir uns intensiv auseinandergesetzt und nach detaillierten Angeboten und ausführlichen Gesprächen die Entscheidung getroffen.

Hat der Stadtrat schon über die Änderungen abgestimmt?

Neuß: Ja. In der letzten Sitzung am 15. April wurde beschlossen, die Zweckvereinbarung mit Pegnitz aufzuheben und die vorliegende Vereinbarung mit Ursensollen zu schließen. Mit diesem Beschluss ist durchaus beabsichtigt, weiterhin gemeinsam mit Pegnitz diese Aufgabe zu betreiben, jedoch muss jede Kommune einzeln und direkt eine Vereinbarung mit Ursensollen abschließen.

Wo hakt es denn momentan am meisten?

Neuß: Selbstverständlich in der Innenstadt, in der oft willkürlich Flächen beparkt werden, die Fahrzeuge in ungeordneten Winkelungen die Stellflächen einnehmen und auch noch lange Standzeiten beanspruchen.

Was wird in den kommenden Wochen kontrolliert und wo wird eingegriffen?

Neuß: Zuerst wird der ruhende Verkehr kontrolliert und dies natürlich besonders an den neuralgischen Punkten. In nicht allzu ferner Zukunft soll dann auch innerstädtisch und in Siedlungsgebieten der fließende Verkehr kontrolliert werden. Dies alles dient nicht dem Zweck, Jagd auf Autofahrer zu machen und daraus Kapital zu schlagen. Verdient werden kann dabei nämlich in der Regel nichts. Es geht einzig und allein darum, die Sicherheit zu gewährleisten und Ordnung zu schaffen.

Wie können uneinsichtige Verkehrssünder zur Rechenschaft gezogen werden?

Neuß: Nur auf dem gesetzlich vorgesehenen und bewährten Weg des Bußgeldes, ausgesprochen von der Polizei oder Kommune.

Und mit Verfolgung des Zahlungseingangs.
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