"Keine längere Überlebenszeit"
Nachgefragt

Griesbach/Mähring. (bz) Der Unfall war schrecklich genug. Was dann aber die Gerüchteküche wissen wollte, entbehrt jeglicher Grundlage: Der Anfang August nachts von einem Motorradfahrer getötete Fußgänger ist nach einem jetzt vorliegenden Gutachten der Rechtsmedizin Nürnberg-Erlangen "unmittelbar, in einem sehr engen zeitlichen Zusammenhang mit dem Verkehrsunfall verstorben". Es wurden keine Hinweise gefunden, "die auf eine länger andauernde Überlebenszeit" hinweisen. Wie berichtet, war das 67-jährige Unfallopfer erst Stunden nach dem Zusammenstoß tot im Straßengraben gefunden worden, weil der 32-jährige Unfallfahrer, der ohne gültigen Führerschein unterwegs war, sich mit seiner nicht zugelassenen Geländemaschine aus dem Staub gemacht hatte, statt sich um das Opfer zu kümmern. Angeblich hatte er geglaubt, mit einem Wildtier zusammengestoßen zu sein, wie er später bei der Polizei aussagte.

Im Blickpunkt Weniger Geld für Hochschul-Netzwerk

Tirschenreuth. (as) Eigentlich sollten die Zahlungen an den Technologie-Campus ganz wegfallen. Doch die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) Amberg-Weiden kann weiter mit finanzieller Unterstützung aus dem Landkreis Tirschenreuth rechnen. Allerdings fließen statt 20 000 Euro im Jahr nur noch 10 000 Euro in dieses Netzwerk, das als Bindeglied zwischen Hochschule und regionaler Wirtschaft gilt. Diese Regelung gilt für die nächsten fünf Jahre.

Damit trug die Überzeugungsarbeit der OTH-Vertreter Früchte. Kanzler Ludwig von Stern und der für Öffentlichkeitsarbeit zuständige Dr. Wolfgang Weber hatten im Juli im Kreisausschuss die vielfältigen Verflechtungen der Hochschule in den Landkreis Tirschenreuth aufgezeigt. "Wir sollten den Fuß in dieser Tür behalten", meinte Landrat Wolfgang Lippert in der jüngsten Sitzung. Kemnaths Bürgermeister Werner Nickl (CSU), der mit Siemens einen "innovativen Lernort" der OTH in seiner Stadt hat, war ebenfalls sehr dafür. "10 000 Euro sind nicht mehr als ein Signal, das sollten wir auf jeden Fall setzen." Auch Rainer Fischer (SPD) sah das Geld sinnvoll angelegt: "Die Vertreter der Hochschule haben mich überzeugt", setzte er auf weitere Lernorte außerhalb der OTH-Standorte. Der Beschluss, den Campus weiter zu unterstützen, fiel mit zwei Gegenstimmen. Bernd Sommer (CSU) und Günter Kopp (Zukunftsliste) wollten an der ursprünglich geplanten Streichung festhalten.
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.