Keine Leerstände, aber Spekulanten

Der Flüchtlingsstrom war in der Bürgerversammlung ein Thema. Auf die Frage, ob und gegebenenfalls wie die Grenzgemeinde berührt werden könnte, verwies zweiter Bürgermeister Thomas Meiler auf Gespräche: "Ich kann nur für die Kommune Aussagen treffen, nicht für Privatpersonen. Leerstände und Unterbringungsmöglichkeiten gibt es nicht." Im alten Schulhaus ließe sich ohne größere Umbauten kein Wohnraum realisieren. Wegen baulicher Mängel müsse auch das sogenannte alte Polizeihaus außen vor bleiben: "Erstaunlich ist es allerdings schon, dass es auswärtige Spekulanten gibt."

Erneut um die Schule ging es bei der Frage nach dem Erhalt der Bildungseinrichtung: "Vor allem wenn man sich die niedrigen Geburtenzahlen anschaut." Nach Ansicht von Meiler sei es nicht angebracht, Gedanken an eine Schließung nachzuhängen. Solange es auch nur eine kleine Chance gebe, werde an der Schule festgehalten: "Unser Ort würde deutlich ärmer werden. Gerade deswegen gilt es alles zu versuchen, Flossenbürg auch für junge Familien attraktiver zu machen."

Nicht ad acta gelegt wurden Überlegungen und Vorschläge, konkret etwas für einen schöneren Ort zu tun. Das reiche von einem neuen Beschilderungs- und Informationssystem bis hin zur Absicht, das Thema "Burg und Granit" anzupacken. Viel Lob ernteten private Initiativen: "Hier wird ein Weg eingeschlagen, der sich für uns alle positiv auswirkt und den wir auch gemeinsam nach Kräften unterstützen und fördern sollten."

Ärger bereite dagegen die Unsitte, Hausmüll in den Abfallbehältern zu entsorgen. Aus dem Grund wurden auch verschiedene Eimer abgebaut. Was passiert mit dem von der Gemeinde an das Kommunalunternehmen zu zahlenden bilanziellen Verlustausgleich in Höhe von 366 000 Euro? "Da gibt es Möglichkeiten mit durchaus hohem Finanzbedarf. Die Sanierung gemeindlicher Wohnungen ist nur ein Beispiel." (nm)
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