Keine Verschnaufpause

Im Idealfall zwei Gegner hat der SV 08 Auerbach (im Bild rechts Rückraumspieler Philipp Schöttner) beim Süd-Turnier des DHB-Amateur-Pokals in Allach. Zunächst geht es im Achtelfinale gegen den VfL Waiblingen. Bild: Ziegler

Bayern gegen Baden-Württemberg: Die vier besten Handballteams aus dem Süden spielen ihren Teilnehmer für das Halbfinale im DHB-Amateur-Pokal aus. Der SV 08 Auerbach hat gute Chancen, allerdings muss Trainer Tobias Wannenmacher eine Hiobsbotschaft verdauen.

Während die Bayernliga ein freies Wochenende einlegt, tritt der bayerische Pokalsieger SV 08 Auerbach am Samstag, 21. Februar, im DHB-Amateur-Pokal in München-Allach an. Im Achtelfinale geht es gegen den VfL Waiblingen (15 Uhr). In der zweiten Partie (17 Uhr) stehen sich der TSV Allach und die SG Pforzheim/Eutingen) gegenüber. Die beiden Sieger spielen dann um 19.30 Uhr um das Halbfinal-Ticket.

Die Woche begann für Auerbachs Spielertrainer Tobias Wannenmacher gleich mit einer schlechten Nachricht: Mario Schmidtke ist nach einer Operation am Knie vermutlich einige Wochen nicht einsatzfähig und kann somit in Allach nicht dabei sein.

Trainer muss gehen

Auerbachs Gegner VfL Waiblingen belegt in der Württemberg-Liga Nord, einer Klasse zwischen Ober- und Landesliga, den zweiten Tabellenplatz. Vor der Saison holten die Verantwortlichen zwei torgefährliche Spieler mit höherklassiger Erfahrung: Markus Schumacher (29) spielte sieben Jahre für den Drittligisten TSB Horkheim, Valentin Hörer vier Jahre bei der SG H2Ku Herrenberg - unter anderem in der 2. Bundesliga. Zur Winterpause lagen die Waiblinger nur zwei Zähler hinter dem Spitzenreiter, holten in diesem Jahr jedoch nur 8:4 Punkte. Zu wenig für die Verantwortlichen und so musste Trainer Michael Abele seinen Stuhl räumen. Doch auch das erste Spiel ohne ihn wurde verloren, so dass der Aufstieg bei acht Punkten Rückstand in weite Ferne gerückt ist.

"Die Teams aus dem Süd-Westen sind sehr gut ausgebildet, das haben wir in der vergangenen Saison am eigenen Leib erfahren. Da macht es auch wenig Unterschied, ob sie in der 4. oder 5. Liga antreten", mahnt Wannenmacher vor einer Fehleinschätzung des Gegners. Im zweiten Achtelfinalspiel ist die SG Pforzheim/Eutingen der große Favorit. "Wir schätzen unsere Chancen gegen den Pokalsieger aus Baden-Württemberg vollkommen realistisch ein und sehen uns als klaren Außenseiter", sagt Rainer Aufleger, Pressesprecher des bayerischen Landesligisten TSV Allach. Tobias Wannenmacher drückt dem zweiten bayerischen Vertreter auf alle Fälle die Daumen: "Wenn wir weiterkommen, wäre uns Allach sicherlich lieber. Die kennen wir schon aus dem Finale des Molten-Cups."

Mit großem Kader

Die SG Pforzheim/Eutingen spielt seit Jahren in der Oberliga, schaffte 2007 den Aufstieg in die Regionalliga und 2010 in die 3. Liga, musste jedoch aufgrund der verschärften Abstiegsregelung in die Oberliga zurück. Der aktuelle Kader um Trainer Alexander Lipps (34) ist nicht nur sehr jung, sondern auch sehr umfangreich und besteht aus 23 Spielern. 20 davon haben die Jugendarbeit der SG durchlaufen.

"Das erste Spiel wird schon schwer genug", sagt Wannenmacher. "Und sollten wir das gewinnen, kann uns der Ausfall von Mario zusätzlich schmerzen." Aber: "Die Jungs wollten heuer unbedingt im Pokal antreten und werden sicherlich alles tun, um weiterzukommen."

SV 08 Auerbach: Tor: Walzik, M. Müller. Feld: Tannenberger, Weiss (?), Lux, Wolf, Wannenmacher, Schnödt, Herold, Schramm, F. Müller, Schöttner.
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