Keine "weißen Flecken" mehr

Alle Ortsteile der Gemeinde Altendorf werden nun an die Breitbandversorgung angeschlossen. Die blau markierte Fläche zeigt das Erschließungsgebiet. Der Bereich wird aber noch erweitert. Bild: haa

Ohne Internetverbindung ist kein Unternehmen geschäftsfähig. Doch in der Region lassen die Übertragungsgeschwindigkeiten immer noch sehr zu wünschen übrig.

Altendorf. (haa) Die unzureichende Breitbandversorgung ist auch beim Gemeinderat schon seit mehreren Jahren immer wieder ein aktuelles Thema. Die Gemeinde hat deshalb schon in den Jahren 2009 bis 2011 eine Breitbanderschließung von der Firma mvox für die Ortschaft Altendorf realisieren lassen. Der Ausbau erfolgte damals in DSL-Technik und Outdoor-SLAMs mit bis zu 16 Mbit.

Ein Hochrüsten auf VDSL-Technik mit bis zu 50 Mbit wurde dann später eigenwirtschaftlich von der Nachfolgefirma amplus durchgeführt. Im Ortskern von Altendorf können daher Anschlüsse von bis zu 100 Mbit über die Firma amplus geschaltet werden. Durch die damals sehr begrenzten Mittel, konnten jedoch weitere Ortsteile nicht berücksichtigt werden.

Wenngleich in Altendorf direkt nun ausreichend hohe Übertragungsgeschwindigkeiten möglich sind, so haben allerdings die Anwender in den auswärtigen Ortsteilen der Gemeinde oftmals Schwierigkeiten, vor allem bei größeren Datenübermittlungen, da einfach die Leistung des Netzes mit manchmal nur einem Mbit völlig unzureichend ist.

Jetzt höhere Förderung

Bürgermeister Georg Köppl konnte nun bei der letzten Sitzung des Gemeinderates dem Gremium erfreut mitteilen, dass der Freistaat Bayern, zur Beschleunigung der Breitbandversorgung, ein neues Förderprogramm aufgelegt hat. Nach diesen Konditionen bekommt die Gemeinde aktuell einen Fördersatz von 90 Prozent und einen Förderhöchstbetrag von maximal 840 000 Euro. Für Altendorf selbst wird aus diesem Förderprogramm jedoch kein Zuschuss mehr gewährt, da hier die angebotene Leistung derzeit völlig ausreichend ist.

Der Gemeinderat hatte nun die Aufgabe, das weitere Erschließungsgebiet für die Gemeinde festzulegen. Roland Gerlach, der Breitbandbeauftragte der Verwaltung, hatte hierzu bereits ausführliches Kartenmaterial mit Versorgungsvorschlägen für alle Ortsteile der Gemeinde mitgebracht, das er ausführlich erläuterte. Damit es künftig in der Gemeinde keine "weißen Flecken" mehr gebe, empfahl der Fachmann eine Komplettversorgung mit dem schnellen Internet für alle auswärtigen und noch nicht erschlossenen Orte, einschließlich Weiler und Einödgehöfte.

Nach einer Markterkundung, Planung, Vorbereitung des Auswahlverfahrens und verwaltungstechnischer Arbeiten wird die Maßnahme ausgeschrieben. Dabei wir besonders Wert auf ausnahmslose Verlegung der Kabel in unterirdischer Bauweise gelegt. Mit Beginn der Bauarbeiten ist im nächsten Jahr zu rechnen.

Bürgermeister Köppl gab zu verstehen, dass die Gemeinde großes Interesse habe, den Bürgern nun möglichst kurzfristig eine optimale Breitbandversorgung zu ermöglichen. Der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag, das noch offene Gemeindegebiet komplett zu erschließen, ohne Einwände zu.
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