Kemnath.
Saubermann arbeitet einwandfrei, frisst aber jeden Tag den jährlichen Strombedarf einer Familie

Saubermann arbeitet einwandfrei, frisst aber jeden Tag den jährlichen Strombedarf einer Familie Kemnath. (kaz) Gedanken über das Abwasser macht man sich in der Regel ja nur, wenn es nicht abläuft oder die Rechnung in den Händen hält. Was mit dem Abwasser aber geschieht, wenn es im Kanal ist, wollten die Freien Wähler wissen und besichtigten die Kemnather Kläranlage. Diese ist mit einem Einwohnerwert von 50 000 die größte im Landkreis Tirschenreuth. Das Einzugsgebiet reicht über Wirbenz im Westen
(kaz) Gedanken über das Abwasser macht man sich in der Regel ja nur, wenn es nicht abläuft oder die Rechnung in den Händen hält. Was mit dem Abwasser aber geschieht, wenn es im Kanal ist, wollten die Freien Wähler wissen und besichtigten die Kemnather Kläranlage. Diese ist mit einem Einwohnerwert von 50 000 die größte im Landkreis Tirschenreuth. Das Einzugsgebiet reicht über Wirbenz im Westen bis Schweißenreuth und von Lenau nach Kastl. Harald Fröber, Beriebsleiter und Meister in Abwassertechnik, führte die Gruppe zur Schnecke, die das Abwasser transportiert, und zum Rechen, der große Schmutzteile herausfiltert. Diese Reste werden in die Pressung nach Schwandorf gegeben. Fröber erklärte, dass der Sandwäscher im Jahr 35 Tonnen Sand und Kerne herausfiltere. Der ph-Wert werde regelmäßig kontrolliert und müsse mindestens eine Woche aufgehoben werden. In den Klärbecken reinigten Bakterien das Wasser auch 60 zu Prozent von Phosphaten. Den Rest übernehmen Chemikalien. Zwar funktioniere die im Dezember 1985 in Betrieb genommene Anlage einwandfrei, man müsse sich aber Gedanken über Erneuerungen machen, betonte Fröber. So verbrauche sie aktuell pro Tag so viel Strom wie eine Familie im Jahr, entsprechend hoch seien die Kosten. In Kemnath werde der Schlamm in den Belebungsbecken aerob (mit Sauerstoffzufuhr) angereichert. Eine Möglichkeit wäre hier ein Faulbehälter, bei dem eine anaerobe Methode zum Einsatz kommt. Das dadurch gewonnene Gas könne in Strom umgewandelt werden. Vorsitzender Hermann Schraml (Fünfter von links) dankte für die Führung sowie die Informationen. Zum gemütlichem Beisammensein ging es danach ins Feuerwehrhaus Löschwitz. Bild: kaz
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