Kfz-Innung Oberpfalz und Landkreis Kelheim zeichnet Prüfungsbeste aus - Anspruchsvoller Beruf
Jetzt erst einmal durchschnaufen

Großer Tag für die Prüfungsbesten der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Oberpfalz. Geschäftsführer Stefan Brandl (rechts) und Alois Lautenschlager, Abteilungsleiter Kfz der Europa Berufsschule Weiden (Zweiter von links), ehrten sie im Beisein der Eltern und Ausbilder für ihre Top-Abschlüsse. Timo Pietsch (links) aus Waldmünchen, ausgebildet in Schwandorf, lieferte die beste Einzelleistung ab. Bild: war
Weiherhammer. (war) Blutauffrischung für das Kfz-Handwerk: Die Innung Oberpfalz und Kelheim sprach am Freitagabend im Innovision Center der BHS 320 frischgebackene Gesellen frei. Die besten Prüfungsabsolventen wurden ausgezeichnet.

Geschäftsführer Stefan Brandl und das Weidener Vorstandsmitglied Hermann Rauh gratulierten zu den hervorragenden Abschlüssen und überreichten Urkunden und Preise. Die Einser-Absolventen erhielten darüber hinaus Bildungsgutscheine im Wert von 200 Euro. Für das beste Einzelergebnis nahm Timo Pietsch aus Waldmünchen (Ausbildungsbetrieb Maschek Automobile in Schwandorf) einen 500-Euro-Scheck der Innung.

Weiterbildung gefragt

Alois Lautenschlager, Abteilungsleiter Kfz der Europa-Berufsschule Weiden, würdigte das Engagement der jungen Kraftfahrzeugtechniker. Die überragenden Resultate seien ein Zeichen, dass die Berufsausbildung Freude bereitet habe. Innungs-Geschäftsführer Brandl sprach von einem "sehr anspruchsvollen Beruf". Wies aber darauf hin, dass in der Branche Weiterbildung gefragt sei. "Sie können jetzt einmal durchschnaufen. Bleiben Sie aber am Ball", appellierte er an die jungen Mitarbeiter. Brandl charakterisierte das Kfz-Segment als "starken Ausbildungspartner". Die Innung alleine verfüge über 1400 Auszubildende, 320 stellten sich 2014/2015 der Prüfung.

Der Geschäftsführer verwies auf die Geschäftsverläufe in der Branche, die Bewerber und Berufswahl. Bayernweit 687 789 Neuzulassungen und 1,3 Millionen Gebrauchtwagenaktivitäten untermauerten den Bedarf an Fachkräften. "Die Partnerschaft ist schon lange abhandengekommen", übte Brandl Kritik an den Herstellern, vor allem an den Eigenzulassungen. "Gemütlich war gestern", war der Aufruf an Firmen und Mitarbeiter mit Blick auf die technologische Entwicklung wie Dreifachaufladung, autonomes Fahren und Hybrid. Dieser Entwicklung trage die Innung mit Seminaren und Weiterbildung Rechnung. Dabei dürften aber auch die sozialen Kompetenzen, die Förderung von Teamgeist und Pflichtbewusstsein nicht aus den Augen verloren werden.(Hintergrund)
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