Kiesbauer springt in die Bresche

Die Feuerwehr in Roggenstein hat eine neue Führungsmannschaft. Wolfgang Kiesbauer (rechts) ist neuer Vorsitzender und Bernhard Schnupfhagn (links) sein Stellvertreter. Gemeinsam wollen sie mit der Mannschaft den Fortbestand der Ortsfeuerwehr sichern. Bilder: dob (2)

Im zweiten Anlauf und nach einem offenbar reinigenden Gewitter verfügt die Feuerwehr im Ortsteil über eine komplett neue Führungsmannschaft. Wolfgang Kiesbauer sprang bei den Neuwahlen als neuer Vorsitzender in die Bresche.

Nach der Wahl fiel dem bisherigen Vorsitzenden Anton Maier ein Stein vom Herzen. Bernhard Schnupfhagn wird Kiesbauer als Stellvertreter nach besten Kräften unterstützen. Thomas Helgert kümmert sich um die schriftlichen Angelegenheiten im Verein und Ewald Kreuzer bleibt Kassier. Zu Beisitzern erklärten sich Andreas Lang, Mathias Kraus, Hubert Schuller und Robert Dworzak bereit. Die Kasse prüfen Hans-Peter Gösl und Stephan Mitlmeier.

Künftig vier Beisitzer

Zuvor stimmten die 38 anwesenden Wahlberechtigten für eine Satzungsänderung, die beinhaltete, dass zukünftig anstatt zwei vier Beisitzer im Vorstand tätig sein dürfen und der Sprecher der Hundestaffel, die unter dem Dach des Vereins in Roggenstein arbeitet, gleichberechtigt zum Vorstand gehört.

"Ihr habt erkannt und euch ist bewusst geworden, was man mit einer Auflösung des Feuerwehrvereins im Ort aufgegeben hätte", begründete der oberste Dienstherr der Feuerwehren in der Kommune, Andreas Wutzlhofer, nach der Wahl. Vor der Jahreshauptversammlung wählten die Aktiven bei einer außerordentlichen Dienstversammlung ebenfalls neue Kommandanten, da der bisherige Amtsinhaber Mathias Kraus überraschend seinen Rücktritt erklärte. Für dieses Führungsamt ließ sich Stefan Urbaneck einbinden, der zusammen mit Michael Gösl die Aktiven-Gruppe mit 54 Mitgliedern, von denen bei der Wahl 34 anwesend waren, leiten wird. Damit sind wieder alle vakanten Posten der Feuerwehr im Ortsteil besetzt.

Leider sei das gleiche Problem nun einige Meter weiter der Luhe entlang nach Kaimling geschwappt. Vielleicht verhelfe dort seine Drohung, Kaimling werde mit Roggenstein fusioniert, zum Erfolg. "In Roggenstein war jetzt sicherlich die Schmerzgrenze erreicht und die Auflösung ist jedenfalls abgewendet."

Im Landkreis sei die Auflösung einer Feuerwehr glücklicherweise noch nie eingetreten, informierte Kreisbrandrat Richard Meier, der ebenfalls sichtlich froh über den Fortbestand war. Er unterstrich, dass die kleineren Feuerwehren genauso gebraucht würden als größere. Noch dazu verfügten sie im Ernstfall über genaue Ortskenntnisse. Meier appellierte an alle Anwesenden: "Unterstützt eure Führungsmannschaft nach besten Kräften."

Der neue Digitalfunk bringe den Einsatzkräften beste Sprachqualität, ohne störende Nebengeräusche wie es bisher beim analogen Funk der Fall war. Im Herbst komme in den Landkreis Neustadt/WN der neue Brandübungscontainer. Eindringlich warnte er die Einsatzkräfte vor riskanten Einsatzmanövern. Jeder Fahrer handle eigenverantwortlich und sei bei einem Unfall persönlich in der Haftung. Viel Lob richtete der Kreisbrandrat an Bürgermeister Wutzlhofer und die Stadt Vohenstrauß, die ihre Feuerwehren bestens ausrüste.

Auch Pfarrer gratuliert

Pfarrer Gerhard Schmidt gratulierte der neuen Mannschaft und hoffte, dass dies auch in Kaimling möglich sei. Zwischen Feuerwehr und Pfarrei sei stets ein gutes Miteinander. Nachdem Wolfgang Kiesbauer, der neue Mann an der Spitze der Wehr, ehemaliger Ministrant gewesen sei, wisse er, was "dienen" an der Gemeinschaft heiße.

Für seine zwölfjährige Tätigkeit an erster Front bekam der scheidende Vorsitzende Anton Maier neben Dankesworten einen Gutschein. Im gleichen Atemzug bedankte sich Maier bei allen, die ihn in der Vergangenheit bei vielen Anliegen und Aufgaben unterstützten.
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