Kinder färben im Vereinsheim des Motorradclubs Eier von glücklichen Hühnern
Mit Blauholz und Zwiebelschalen

Ihrer Kreativität freien Lauf ließen 25 Mädchen und Buben beim Eierfärben im Vereinsheim des Motorradclubs - am Ende glich kein Ei mehr dem anderen. Bild: edo
Früher wurden die während der Fastenzeit gesammelten Eier gekocht und eingefärbt, um sie länger haltbar zu machen beziehungsweise zu kennzeichnen. Dieser Brauch erfreut sich heute noch großer Beliebtheit - und so nutzten 25 Kinder und Jugendliche das Angebot des Motorradclubs (MCO) zum gemeinsamen Eierfärben.

Zunächst ging es in den "Lucky- Stadl", den Hühnerstall von Ludwig Utner, um die frisch gelegten Eier abzuholen. Die Mädchen und Buben erfuhren dort allerhand Neues, zum Beispiel dass die Farbe der Eier genetisch bedingt und oft an der Farbe der Ohrscheiben der Hühner erkennbar ist.

Besonderen Eindruck und Respekt erweckte Gockel Hans-Hermann, der sich drohend vor der Gruppe positionierte und sein Revier mit lautem Geschrei verteidigte. Sein Besitzer berichtete von der ausgeprägten Kampfeslust des Hahnes, der ihm bereits einige Wunden beschert habe - diesmal ging alles jedoch glimpflich aus.

Mit gut 120 Eiern im Gepäck marschierten die Kinder und Jugendlichen dann ins MCO-Clubheim, wo Ilona Lottes, Sabine Schönmann und Helen Herrmann bereits die Farben angesetzt hatten. Neben gewöhnlichen Kaltfarben hatte Lottes auch Naturfarben im Angebot. Die zum Beispiel mit Wachs verzierten Eier wurden anschließend mit Zwiebelschalen - sie geben einen satten braunen Farbton -, Curcuma (gelb), Heidelbeere, Blauholz oder dem Extrakt getrockneter Schildläuse (rot) gefärbt. Alle waren begeistert von der bunten Vielfalt.

Und da die Eier bereits in natura unterschiedliche Farben aufwiesen - von Weiß und Beige über Braun und Dunkelbraun bis hin zu Grün - gab es eine riesige Vielfalt zu bestaunen. Auch die kleinen Zwerghuhn-Eier, die Luis Lottes mitgebracht hatte, sorgten für große Augen. Aufgeplatzte Eier wurden gleich gegessen: Die Kinder ließen sie sich zusammen mit frischen Brezen, Käse und Äpfeln schmecken.

Am Ende durfte jeder Teilnehmer ein kleines Osternest mit nach Hause nehmen. Auch den Müttern der Kleinen gefiel's: "Eine super Aktion", befanden Andrea und Kathrin Schweiger. Die Kosten der Veranstaltung übernahm der Motorradclub.
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