Kinder lernen im Ferienprogramm, wie viel Arbeit es macht, Brot herzustellen
Begehrte Plätze am Backofen

Birgit Barth (links) und Brigitte Köser (Mitte) vom Familienausschuss des Pfarrgemeinderats, unterstützt von Sabine Sieber (rechts), betreuten die Kinder beim "Biblischen Backen". Bild: sck
Den Weg vom Getreidekorn bis zum fertigen Brot zeichnete der Familienausschuss des Pfarrgemeinderats im Ferienprogramm der Stadt nach. Einen idealen Schauplatz für seine Aktion "Biblisches Backen" fand er auf der Mühle von Brigitte Köser.

Seit der Steinzeit backen die Menschen Brot. Schon die alten Ägypter kannten es als Grundnahrungsmittel. Eine bedeutende biblische Rolle spielte es beim Auszug der Juden aus Ägypten. Aus dem Neuen Testament ist die Speisung der Fünftausend mit zwei Fischen und etwas Gebäck bekannt. Besondere Bedeutung kommt dem Brot aber durch das Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern und das österliche Emmaus-Ereignis zu.

Auch die Mazzen, die ungesäuerten Fladen aus Wasser und Weizenmehl, stellte Brigitte Köser vor. Juden essen Mazzen zum Pessachfest als Erinnerung an die Flucht aus Ägypten. Damals hatte es das Volk Israel so eilig, dass es seine Wegzehrung in Windeseile herstellen musste.

Das biblische Backen im Freien stand unter dem Motto "Fünf Brote und zwei Fische". Im Mörser zerstießen die Kinder drei Körner zu Mehl und sahen, wie viel Mühe das macht. Angeleitet von Brigitte Köser und Birgit Barth vom Familienausschuss, unterstützt von Gerda Hörmann und Sabine Sieber, rührten sie den Teig an aus Mehl, Salz, Wasser und Öl. Währenddessen galt es, den Steinbackofen anzuheizen.

Die Kinder erkannten, dass sehr viel Arbeit nötig ist, bis der Mensch Brot essen kann. So zog sich die Vorbereitungen und das Backen selbst vom Vormittag bis in den Spätnachmittag hin. Erfreulich für die Initiatoren des Ferienevents war die große Resonanz, die es erforderlich machte, die Aktion gleich zwei Mal laufen zu lassen.
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