Kinder schon Preisträger

Eine große Gemeinschaftsleistung ist die Arbeit für die Umwelt in den Vereinen der Preisträger, ob beim Obst- und Gartenbauverein Speinshart mit Josef Höllerl (links), dem Imkereiverein Kirchenthumbach mit Alfons Wilterius (Vierter von links) oder der grünen Truppe von den Flosser "Gartenkrähen" mit ihren Betreuerinnen Nicole Venzl und Christine Schreiber (hinten, von rechts). Bild: bgm

Der Umweltpreis des Landkreises geht an drei Vereine: den Imkereiverein Kirchenthumbach, die Flosser "Gartenkrähen" sowie den Obst- und Gartenbauverein Speinshart.

Neustadt/WN. (bgm) Alle drei Organisationen dürfen sich über Tausend Euro und eine Urkunde freuen, die besondere Verdienste um Natur und Umwelt in der Region verbrieft. In einer Feierstunde im Alten Schloss überreichte Landrat Andreas Meier die Auszeichnungen.

"Wir wollen alle, dass in 50 oder 100 Jahren die jungen "Gartenkrähen" die Natur noch genauso erleben können. Deshalb ist es besonders wichtig, dass wir mit der Natur schonend umgehen", sagte Albert Nickl, der als Bürgermeister von Speinshart auch für seine Kollegen Jürgen Kürzinger und Günter Stich sprach. Mit den "jungen Gartenkrähen" meint er Kinder, die sich wie die Kindergruppe des Obst- und Gartenbauvereins Floß und Umgebung schon von klein an mit der Umwelt beschäftigen.

Buntes Programm

Ziel der Flosser "Gartenkrähen" und ihrer Betreuerinnen Nicole Venzl und Christine Schreiber ist es, Buben und Mädchen im Alter von 5 bis 14 Jahren in lockerer und spielerischer Atmosphäre an die Natur heranzuführen. "Ein ganz buntes Programm" haben sie dazu auf die Beine gestellt, wie Landrat Andreas Meier lobte. Gemeinsames garteln, pflanzen, ernten, kochen, spielen und vieles mehr stehen auf der Agenda der Gruppe.

"Die Auszeichnung ist für uns ein großer Ansporn, noch mehr in unsere Aktivitäten zu investieren", sagte Betreuerin Venzl. "Wir werden den Geldpreis ausschließlich für die Arbeit mit den Kindern verwenden."

"Die Imkerei leistet einen unverzichtbaren Beitrag für den Erhalt einer reichhaltigen und intakten Umwelt. Sie ist ein Garant für den Fortbestand von Flora und Fauna", erklärte Landrat Meier. Der Imkereiverein Kirchenthumbach kümmere sich schon seit seiner Gründung vor 110 Jahren mit viel Engagement und Herzblut um den Erhalt der Bienen. Auch auf die Jugendarbeit legt der Verein großen Wert. Das jüngste Mitglied ist 13 Jahre alt.

Preisgeld für neue Bienen

"Wir werden das Geld für die Anschaffung eines Zuchtvolkes verwenden", verriet Alfons Wilterius vom Imkerverein. Dann haben die rund 220 Imker des Vereins einen Grundstock für die Heranzucht vorteilhafter Bienen, die schwärmen und viel Honig bringen. Die Arbeit ist auch nicht umsonst. "Gerade mal 20 Prozent des heimischen Bedarfs werden durch deutsche Imker gedeckt", wusste Manfred Plößner, der als Vertreter aller Kreistagsfraktionen sprach.

Der Obst- und Gartenbauverein Speinshart setzt sich für einen sorgsamen Umgang mit Natur und Umwelt ein. "Die kreative und intensive Arbeit mit dem Nachwuchs verdient höchste Anerkennung", lobte Landrat Meier. Ein besonderer Höhepunkt war für den Verein die Anlage des Schulgartens in der Klosterdorfgemeinde.

Vom Aldi?

"Es ist ein grünes Klassenzimmer, das immer offen steht, nicht nur während der Schulzeit", erläuterte Josef Höllerl als Vertreter des Preisträgers. Auch Landkinder seien sich manchmal nicht mehr sicher, wo das Gemüse herkommt. "Vom Aldi?" Mit ihrer Arbeit will der Verein solche Vermutungen gar nicht erst aufkommen lassen.
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