Kindern in Not geholfen

Im Gasthaus Roidl wurde über Anreize diskutiert, wieder mehr Jugendliche in die Kirche zu bringen.

Er kümmerte sich um benachteiligte Kinder und Jugendliche in schwieriger Zeit. Im Ranking der bekanntesten Heiligen rangiert Don Bosco auf dem dritten Rang. Nun stand er im Mittelpunkt, doch die Resonanz, vor allem bei der Jugend, fiel enttäuschend aus.

Zum 200. Mal jährt sich heuer der Geburtstag des Heiligen Johannes Don Bosco, Gründer des Salesianer-Ordens. Zu diesem Anlass lud der Fischbacher Pater Stanislaw Warszewski, ebenfalls Salesianer, Pater Alfred Lindner vom Kloster Ensdorf ein. Nach dem gemeinsamen Gottesdienst wurden die Kinder und Jugendlichen nach dem Vorbild Don Boscos thematisiert.

Die Resonanz fiel enttäuschend aus. Neben den Ministranten kam nur ein Jugendlicher in die eher spärlich besetzte Kirche. Im anschließenden Gespräch im Gasthaus Roidl war es nicht besser. Pater Lindner hätte sich auch hier ein paar Besucher mehr gewünscht. Bei Papst Franziskus und Don Bosco könne er viele Gemeinsamkeiten entdecken, sagte Lindner, und im Ranking der Heiligen stehe der Gründer des Salesianer-Ordens heute auf Platz drei hinter der Gottesmutter Maria und Franz von Assisi.

Richtige Antworten

"Zu seiner Zeit war Don Bosco so etwas wie ein Pop-Star, verglichen mit heute", ließ der Pater in seiner Predigt wissen. Er habe sich zu Beginn der Industrialisierung vor allem um die verwahrlosten Kinder und Jugendlichen arbeitsloser Eltern gekümmert.

Eigentlich wollte Lindner ein Quiz für Jugendliche im Gasthaus Roidl veranstalten. Er hatte dafür Buzzer - große rote Druckknöpfe, die beim Drücken einen lauten Signalton von sich geben - mitgebracht. Da mussten eben die Erwachsenen einspringen. Sechs Personen konnten gleichzeitig mitmachen. Wer bei vier Fragen am schnellsten die Antwort wusste, drückte den Buzzer und bekam bei richtiger Antwort einen Punkt. Die Beschreibung eines Heiligen erkannte Richard Hiltl als erster und bekam für seine Antwort "Heiliger Nikolaus" einen Punkt. Die Frage nach zwei weiteren Wirkungsstätten Don Boscos in Europa aus der Predigt im vorangegangenen Gottesdienst (Paris und Madrid) beantwortete Elisabeth Weigert. Den Namen des derzeitigen griechischen Ministerpräsidenten (Alexis Tsipras) nannte Albert Herzog als erster und eine Biografie des Papstes Franziskus erkannte er an der Rückseite des Buches.

"Kirche bei Nacht"

In der anschließenden Diskussion ging es darum, wieder mehr Leute und Jugendliche für die Kirche zu begeistern, jedoch hatte keiner ein Patentrezept. Es war Pater Lindner schon anzumerken, dass er sein Herzblut sehr gerne einbringen möchte und so schlug er vor, wiederkommen zu dürfen, beispielsweise zu einer "Kirche bei Nacht" für Kinder und Jugendliche oder zu einem weiteren Anlauf einer Quizveranstaltung.

In diesem Zusammenhang lud er auch zu einer Bibelstunde nach Kloster Ensdorf. Für weitere gute Vorschläge aus der Pfarrei wäre er ebenfalls aufgeschlossen und würde sich gerne einbringen.
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