Kindertaufe

"Limbus puerorum" ist nicht mehr kirchliche Lehre. Stadtpfarrer und Dekan Alfons Kaufmann ging dazu in seiner Predigt beim Vorabendgottesdienst näher ein. Der Vatikan ließ 2007 verlauten: Die Lehre vom Limbus puerorum ist nicht länger als kirchliche Lehre anzusehen, sondern als eine zeitbedingte theologische Lehrmeinung. Faktisch habe das höchste Lehramt der Kirche, der Papst, diese Lehre abgeschafft.

Dabei ging es um den Ort, wo die ungetauften Kinder im Jenseits weiterleben. Nicht der Himmel, aber eben auch kein düsterer Ort, weil die noch nicht getauften Kinder ja noch keine persönliche Schuld auf sich geladen hatten. Das bedeute jetzt: Auch ungetaufte Kinder sind nicht vom Himmel ausgeschlossen. Niemand soll die Angst haben: Wenn mein Kind ungetauft stirbt, ist es im Jenseits schlechter gestellt.

Trotzdem bleibe die Kindertaufe sinnvoll. Wenn Eltern für ihr Kind das Beste wollen, dann werden sie es zu Jesus bringen. Es gilt das Wort des Herrn: Lasst die Kinder zu mir kommen. Hindert sie nicht daran. "Niemand soll ausgeschlossen bleiben von der Liebe Gottes, wie sie uns in der Taufe geschenkt wird," betonte Kaufmann. (nid)
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