Kipfenberg einen Tick zu stark

Der in dieser Saison personell so arg gebeutelte SKC GH SpVgg Weiden hat sich am KRC Kipfenberg erwartungsgemäß erneut die Zähne ausgebissen. Trotz Heimvorteil und der Saisonbestleistung von 5868 Holz reichte es gegen den Tabellenführer der Kegler-Bundesliga Classic nicht zu einem Erfolgserlebnis.

Weiden. (otr) Unterm Strich setzte sich die Routine des Spitzenreiters KRC Kipfenberg durch, der vor allem im Abräumen dominierte und insgesamt 5905 Holz schob. Dabei begegneten sich beide Kontrahenten auf erwartungsgemäß hohem Niveau. Nachdem die Weidener das Hinspiel klar verloren hatten, ging es am Samstag deutlich enger zu. Mit etwas Glück wäre für die gastgebenden Oberpfälzer mehr drin gewesen. Aus Weidener Sicht begann das Match vielversprechend, denn nach dem Auftritt von Thomas Schmidt und Manfred Ziegler führten die Hausherren mit 44 Holz. Schmidt hatte zwar an Michael Schobert bei 936:977 Holz immerhin 41 Zähler abgegeben, aber Manfred Ziegler schraubte seine bisherige persönliche Bestmarke von 1018 auf 1022 Holz und knöpfte Manfred Hanikel (937) satte 85 Holz ab.

Entschieden wurde das Spiel auf den Mittelbahnen. Markus Schanderl, der in dieser Saison erstmals in der Bundesliga zum Einsatz kam, rechtfertigte seine Berufung mit hervorragenden 1014 Holz. Trotzdem war er nur "zweiter Sieger", denn sein Gegner Christopher Kratz spielte mit 1045 Holz die Tagesbestleistung, so dass Schanderl vom ursprünglichen Vorsprung 31 Holz abgeben musste. Die wohl spielentscheidende Begegnung fand aber zwischen Stefan Heitzer und Jürgen Stahl statt. Heitzer kam bei seinem Bundesligadebüt nur auf 919 Holz und hatte gegen Jürgen Stahl (1022), der sage und schreibe 402 Holz abräumte, nicht den Hauch einer Chance. Heitzer verlor 103 Holz, so dass die Gastgeber nach einem Vorsprung von 44 Leistungspunkten nach den Anfangspaarungen nun einen Rückstand von 90 Leistungspunkten hatten.

Für Thomas Immer und Gert Erben bedeutete dies ein schweres, aber keineswegs unmögliches Unterfangen. Beide verbissen sich dann auch entsprechend in die Aufholjagd, konnten letztendlich den Rückstand nur um insgesamt 49 Holz abbauen, so dass der Favorit Kipfenberg noch 41 Zähler ins Ziel rettete. Wer auswärts 2209 Holz abräumt, der hat den Sieg aber auch verdient.

Ergebnisse

Tomas Schmidt - Michael Schobert (Voll: 614:619; Abräumen: 322:358; Fehler: 3:5) 936:977; Manfred Ziegler - Manfred Hanikel (667:585 /355:352/1:2) 1022:937; Markus Schanderl - Christopher Kratz (643:949/371:396/2:3) 1014:1045; Stefan Heitzer - Jürgen Stahl (617:620/302:402/1:2) 919:1022; Thomas Immer - Mario Strauß (649:616/342:354/2:1) 991:90; Gert Erben - Patrick Scholler (633:611/353:347/1:3) 986:958. Voll: 3823:3700; Abräumen: 2045:2209; Fehler: 10:17.
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