Kirche mit 68 Mesnern

Auch wenn die großen Arbeiten abgeschlossen sind, an der Dießfurter Kapelle gibt's immer was zu tun. Zum Glück für das Kirchlein gibt es aber auch immer Menschen, die anpacken. Das zeigte die Hauptversammlung des Kapellenbauvereins.

Die Dorfkapelle ist als Ort der Gemeinschaft immer sauber und gepflegt. Mit diesem Lob dankten die Geistlichen dem Kirchenbauverein bei der Hauptversammlung im Gasthaus Rodler. Vorsitzender Werner Wolfbauer gab das Lob an die 68 Mitglieder weiter: "Alle ziehen an einem Strang, wenn es um Wohl und Erhalt der Kapelle geht."

Am wichtigsten seien die Frauen, die den Mesnerinnendienst übernehmen. "Sie sorgen dafür, dass immer eine saubere, geschmückte Kirche vorzufinden ist." Wolfbauers Lob schlossen sich Diakon Georg Hösl und Pfarrer Werner Kaspindalin an. "Es ist eine Freude, hier die immer gut besuchten Gottesdienste zu feiern, denn hier wird mit Herz gearbeitet und die Gemeinschaft gepflegt." Auch für die sieben Ministranten hatten die Geistlichen viel Lob übrig.

"Die arbeitsreichen Jahre sind vorbei", erklärte Wolfbauer nach der abgeschlossenen Sanierung. Vergangenes Jahr haben die Helfer die Grünfläche neu angelegt. Leider war der Kirchweihgottesdienst am 15. August wieder einmal verregnet. Erst kurz vor Beginn entschloss sich der Verein wegen der vielen Besucher zum Umzug auf den Feuerwehr-Festplatz. "Es ist schade, dass wir mit dem Kirchweih-Gottesdienst kein Glück haben." Gerade diese Messe gehöre eigentlich in das Gotteshaus.

Einen ausgeglichenen Haushalt stellte Kassierin Gertraud Hohl vor. Dabei belasten die Ausgaben für Versicherung, Strom und der Verbesserungsbeitrag für die Wasserversorgung den kleinen Verein sehr. Mitgliedsbeiträge, die Einnahmen der Gottesdienste, Geld und Blumenspenden haben das Minus ausgeglichen. Den Christbaum hat erneut Familie Bergler gespendet, Pfarrer Kaspindalin schenkte dem Verein ein Messgewand. Da sich der Verein auch um das Kriegerdenkmals kümmert, geht ein Antrag an die Stadt für einen Zuschuss von 200 Euro.

Pfarrer Kaspindalin sprach an, dass es in der Weihnachtszeit keine Messe gab. "Hier in Dießfurt kommen so viele Leute zu den monatlichen Gottesdiensten, aber wenn die Kirche mit Weihnachtsbaum und Krippe geschmückt ist, gibt es keine Gottesdienste." Er erklärte sich bereit, nach Weihnachten eine Messe zu halten, denn er komme gerne nach Dießfurt. Stadtpfarrer Edmund Prechtl bedankte sich bei allen, die Verantwortung tragen, so wie bei denen, die so zahlreich die Kirche mit Leben füllen.
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