Kirchenlaibach darf weiter hoffen

Der TSV Kirchenlaibach hat die erste Hürde zum Erhalt der Landesliga geschafft. In einem nicht hochklassigen aber jederzeit spannenden Spiel vor beeindruckender Kulisse rang er die BSC Saas im Elfmeterschießen nieder.

TSV Kirchenlaibach: Obwandner - Hörath, Olpen, Knappe, Lauer (64. Höreth), Sendelbeck, Hader, Baumgärtner, Grauberger, Grüner (82. Kaufmann), Opfermann

BSC Saas Bayreuth: Tscheuschner - Pütterich, Dachsbacher (68. Fischer), Massberger, H. Greef, Engelhardt, M. Greef, Sack, Vogler, Dörfler, Wauter (70. Wölfel)

SR: Stefan Klerner (Lichtenfels) - Zuschauer: 636 - Elfmeterschießen: 0:1 H. Greef; 1:1 Olpen; 1:2 Dörfler; Grauberger verschießt; M. Greef verschießt; 2:2 Opfermann; 2:3 Sack; Hader verschießt; Massberger verschießt; 3:3 Knappe; Wölfel verschießt; Kaufmann verschießt; 4:5 Pütterich; 5:5 Obwandner; 5:6 Vogler; 6:6 Baumgärtner; Fischer verschießt; Hörath verschießt; Engelhardt verschießt; 7:6 Höreth

(lai) Beide Mannschaften begannen dieses wichtige Spiel nervös. Kirchenlaibach ließ die Bayreuther spielen, wartete auf Konterchancen. In der 6. Minute jubelten die Anhänger der Heimmannschaft, doch dem Abstaubertor von Sendelbeck ging eine Abseitsstellung voraus. Saas beging nicht den Fehler, hinten aufzumachen, und so entwickelte sich ein Spiel ohne echte Höhepunkte. Dabei sahen die Angriffsbemühungen der Gäste allerdings vielversprechender aus. Ihre größte Chance hatten sie durch Massberger, dessen Schuss (21.) knapp am Kasten vorbeistrich. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit konnte sich Kirchenlaibach besser in Szene setzen. Sendelbecks Schuss fand in Torwart Tscheuschner seinen Meister (36.), Freistöße in der 41. Minute von Grüner und in der 45. Minute von Olpen verfehlten das Tor. An Einsatzwillen mangelte es nicht, wohl an der Präzision im Zuspiel.

Der TSV spielte aufwendig nach vorne, blieb aber mit dem letzten Pass ein ums andere Mal in der Saaser Deckung hängen. In der 64. Minute rutschte Lauer bei einem Konter das Herz in die Hose. Anstatt selbst einen Abschluss zu versuchen, passte er zum mitgelaufenen Grüner, für den der Winkel zum Tor zu spitz wurde. Beinahe wären die Gäste wenig später in Führung gegangen, aber Dörfler kam an die parallel zur Grundlinie hereingebrachte Flanke mit dem langen Bein nicht mehr heran und stoppte den Ball zwei Meter vor dem Tor, anstatt ihn über die Linie zu drücken. Zehn Minuten vor dem regulären Ende war Kirchenlaibachs Torhüter Obwandner bei einem Kopfball von M. Greef noch einmal gefordert, konnte seine Farben aber im Spiel halten.

Erst in der Verlängerung gelang es dem TSV, mehr Druck aufzubauen, spielte jedoch weiterhin zu ungenau. Jeder Fehler konnte das Aus bedeuten und so riskierten beide Mannschaften nicht mehr als nötig.

Das abschließende Elfmeterschießen geriet zum Krimi. Spielertrainer Kaufmann und Hörath vergaben auf Seiten der Hausherren Matchbälle, Massberger bei den Gästen. Der Mitte der zweiten Halbzeit eingewechselte Höreth sorgte schließlich für den gefeierten 7:6-Endstand.

Nun gegen Frohnlach II

In der zweiten Runde muss die Kaufmann-Truppe nun beim VfL Frohnlach II antreten. Auf dem Papier sicherlich die anspruchsvollere Aufgabe, aber mit der gegen die Saas gezeigten Leistung nicht unlösbar.
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