Kirchweih am Wochenende in Trautmannshofen - Markt mit mehr als 200 Fieranten
Wallfahrt erinnert an ein Wunder

Die Wallfahrt nach Trautmannshofen gründet auf der Legende um die hölzerne Marienstatue, die während der Hussitenkriege drei Mal ins Feuer geworfen worden sein soll, aber nicht verbrannte. Ausgestellt ist sie in einem herzförmigen Schrein im rechten Seitenaltar. Bild: no
Ganz im Zeichen der Marienverehrung in festlichen Gottesdiensten steht das Kirchweih-Wochenende in Trautmannshofen. Rund um die Wallfahrtskirche Maria Namen herrscht vom 12. bis 14. September ein reges Markttreiben mit mehr als 200 Fieranten. Viele Gäste, auch mit Autokennzeichen aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach und der Stadt Amberg, lassen sich von der besonderen Atmosphäre in den Bann ziehen lassen.

Die herrliche barocke Wallfahrtskirche begeht am Wochenende ihr wichtigstes Fest des Jahres. In der Chronik ist nachzulesen, dass das Herzstück des Gotteshauses - die Holzstatue mit dem Gnadenbild Marias - im Hussitenkrieg im Jahr 1432 drei Mal vom brennenden Scheiterhaufen zurück in die Kirche in Trautmannshofen kam. Dieses Wunder gilt als unmittelbare Triebfeder der Wallfahrt, zu der alljährlich viele Gläubige aufbrechen.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg ließ Maximilian I. zum Dank für die Wiederherstellung des katholischen Glaubens in der Oberpfalz die jetzige Marienkirche durch den berühmten Baumeister Dientzenhofer im Barockstil errichten. Das Gnadenbild, von Engeln umgeben, befindet sich im rechten Seitenaltar in einem herzförmigen Schrein. Mit über 600 Jahren Geschichte zählt Trautmannshofen zu den ältesten Wallfahrten in der Oberpfalz.

Unmittelbar neben der Kirche drängen sich an den drei Kirwatagen Menschenmassen auf der Festwiese, wo Fieranten, Schausteller und Verköstigungsbetriebe ihre Waren anpreisen. Besonders umlagert ist dabei stets der Billige Jakob.
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