Kirchweih-Mix mit Nikolaus

Sind die Jahre besorgniserregender Stagnation vorbei? Der Nikolausmarkt hatte heuer wieder mehr Zugkraft, sowohl bei den Besuchern als auch den "Ständlern". Besonders nachmittags, als die Jugendblaskapelle adventliche Weisen anstimmte, füllte sich die Perschener Straße zusehens.

Nabburg. (aub). An "... dem negsten Sonntage nach sand niklas tage ... " wird in Nabburgs Ortsteil Venedig "jarmargkt" gehalten - schon seit mindestens 1517. Ebenso Tradition: ein gemütlicher Rundgang durch die Budenstrasse mit "Allerweltsangebot".

Wer sich für mehr als einen kleinen Plausch im Vorübergehen oder einen Schluck Glühwein und eine Bratwurstsemmel "to go" Zeit nahm, musste schon Glück haben, an den Stehtischen Plätze zu ergattern. Etwas Süßes gefällig? Natürlich gab es Leckereien, gebrannte Mandeln oder Makronen zu kaufen. Außer natürlich, man begegnete dem Nikolaus höchstpersönlich samt zweier bezaubernder Engelchen und wurde als "braves Kind" gratis mit einem "Bonbon" belohnt. Selbstverständlich durfte der Namensgeber auf seinem "eigenen" Markt nicht fehlen, der bezogen auf den Patronatstag und das zugehörige "Kirchweih-Fest", bis heute nur teilweise die andernorts gewohnten, adventlichen Züge trägt.

Ursprünglich bot sich dabei besonders für die Landbevölkerung die Gelegenheit, für die Winterarbeiten und über das Jahr hin gebräuchlichen und nützlichen "Kram" zu erwerben. Eine bunte Mischung aus Mützen, Hüten, Schmuck, Spielzeug, (Holz-)Handwerkliches oder Gebrauchsutensilien bis zu Delikatessen und nicht zuletzt Christbäume waren auch heuer wieder im Angebot - und fanden augenscheinlich vermehrt Interessenten.

Für einen guten Zweck

Für einen guten Zweck präsentierte die katholische Pfarrgemeinde dieses Mal ganz besondere "Eine-Welt-Waren": Dem Beispiel des Hl. Nikolaus als Patron der Händler und Reisenden folgend, hatte man kürzlich von einem Besuch in Südafrika dort selbstgefertigte Produkte mitgebracht. Der Verkaufserlös kommt als "Danke schön" den Gastgebern, den Nabburgern Bischof Fritz Lobinger und Schwester Eobarda Ries für ihre Arbeit mit Bedürftigen zu Gute - ganz im Sinne des heiligen Mannes aus Myra.
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