Kirwa-Frühling im November

Applaus fürs Oberkirwapaar, das im Dunkeln gekürt wurde.

Maria Knorr und Florian Rackl werden sich an die Kirwa 2015 nicht nur deshalb erinnern, weil sie das Oberkirwapaar wurden, sondern vor allem weil es wohl die wärmste Kirwa war, die die Luher in den letzten Jahren gefeiert haben.

Beim Einholen der Moidln mit dem Kirwawong mussten die Paare in knappen Dirndln und kurzen Lederhosen am Sonntagnachmittag ausnahmsweise mal nicht frieren. Begonnen hatte der Kirchweihsonntag für viele Luher mit dem Besuch des Festgottesdienstes. Die Pfarrei feierte gleichzeitig das Patrozinium. Pfarrer Arnold Pirner erinnerte in seiner Festpredigt an den heiligen Martin und sein Wirken. Im Umgang mit den Flüchtlingen sollte man sich sein Leben als Beispiel nehmen. So wie die Pfarrkirche aus vielen Bausteinen erbaut sei, genauso seien die Gläubigen Bausteine. Er dankte allen, die sich in den Dienst der Pfarrei stellten und am pfarrlichen Leben mitwirkten. Der Kirchenchor umrahmte den Gottesdienst.

Nachdem sich die Kleinen bei den Fieranten mit Süßem und Spielsachen eingedeckt hatten und alle Kirwakuchen und Kaffee verspeist waren, nahte der Höhepunkt. Auf dem Marktplatz beobachteten viele Luher bei Einbruch der Dunkelheit den Einzug der Kirwa-Matadore in Begleitung der "Wittschauer Musikanten" durch das Tor beim Pranger.

Nach der Verlosung des Kirwabaums, den Roland Bäumler gewann, und dem Dank von Kolping-Vorsitzendem Wolfgang Paulus an die Helfer, zeigten die Kirwapaare, was sie bei Tanzlehrer Dieter Kohl gelernt haben. Der Beifall der begeisterten Zuschauer war ihnen sicher. Nach mehreren Tänzen stand das neue Oberkirwapaar fest. Mutig stieg Maria Knorr mit Stöckelschuhen die Leiter am Kirwabaum hoch, unterstützt von ihrem Freund, dem Rackl-Flo, und holte die zwei Körbe mit Süßigkeiten, die es anschließend auf die Zuschauer regnete.

Die Musikanten spielten anschließend die Kirwapaare und Gäste in den Tretter-Saal, wo - wie in den anderen Gastwirtschaften auch - noch Stunden ausgelassen gefeiert wurde. Auch am Montag hatten viele Luher Urlaub genommen, um die Kirwa gemütlich in den Gaststätten ausklingen zu lassen.
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