Kirwa ist nicht zum Schlafen da

Das Wetter spielte bei der Großschönbrunner Kirwa super mit. Entsprechend gut besucht war das dreitägige Traditionsfest, das die örtliche Feuerwehr und die Landjugend gemeinsam ausrichteten.

Schon die ganze Woche vor dem Fest liefen die Aufbauarbeiten am und im Pfarrstodl. Dann starteten die 21 Paare in das Festwochenende mit der Vorkirwa am Freitag im Feuerwehrhaus. Nach der langen Feier war aber am nächsten Morgen an Ausschlafen nicht zu denken, denn die Burschen mussten in aller Frühe raus und den Baum holen. Während sie das Wahrzeichen des Fests auf den Dorfplatz transportierten, schmückten die Moidln den Kirwastodl und bereiteten eine Brotzeit vor. Am Nachmittag wurde der vorher noch mit Schnitzereien und Bändern verzierte Baum unter Mithilfe der Dorfbewohner mit purer Muskelkraft aufgestellt.

Ochsen rocken den Stodl

In diesem Jahr gab es eine Neuerung: Der Festgottesdienst fand bereits am Samstag als Vorabendmesse statt. Es folgte eine Party im Kirwastodl. Die Band Die Ochsen rockte los bis in die frühen Morgenstunden, so dass es fast niemanden auf den Bänken hielt. Unter den Besuchern waren auch etliche Kirwagemeinschaften aus den Nachbarortschaften, die ausgelassen mit den Großschönbrunnern feierten.

Der sonnige Sonntag begann für die Burschen mit dem Einholen ihrer Moidln. Am Dorfplatz warteten schon viele Zuschauer auf das Austanzen mit der Kür des neuen Oberkirwapaars. Die Hoglbouchan gaben dazu den musikalischen Takt vor. Als nach den Tänzen Mühlradl, Maxberger, Zwiefacher, Ausanand-Zuanand und Walzer die Musik stoppte, hatten Michael Hüttner und Sarah Lehner den Blumenstrauß in der Hand und durften als neues Oberkirwapaar einen Ehrenwalzer drehen.

Die beiden verteilten Bonbons und andere Leckereien aus den Körben am Baum an die kleinen Zuschauer. Gemeinsam mit den Hoglbouchan zogen die Kirwaleut' vom Dorfplatz zum Stodl, wo Kaffee und Kuchen warteten. Bis in den Abend hinein wurde mit Musik und Tanz gefeiert.

Kirwabär unterwegs

Am Montag wurde nach dem Mittagessen der Kirwabär Jonas Wiesneth, der dazu verdonnert worden war, durch das Dorf getrieben. Er und seine Gefolgschaft schwärzten auf ihrer Tour etliche Leute und Kinder. Zum Festausklang spielte die Band Grodaas auf, bevor viele Preise verlost wurden, darunter auch der Baum. Den gewann mit Andreas Schwirzer ein ehemaliger Kirwabursch. Für die Paare gab es eine Zugabe: Wer noch solange aushielt, war zum Kirwafrühstück beim neuen Oberkirwapaar Hüttner/Lehner am Dienstagmorgen eingeladen.
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