Kirwagemeinschaft engagiert sich - Fahne schlummerte Jahrzehnte auf dem Dachboden
Brücke zur alten Heimat

Mittlerweile ist sie schon ein Jahr restauriert und strahlt seitdem im farbenfrohen, frischen Glanz. Die Rede ist von der jetzigen Vereinsfahne der Kirwagemeinschaft Sorghof. Seit 1938 hatte sie auf dem Dachboden des Pfarrhofs ein trauriges Dasein gefristet.

Der ehemalige Kirchenpfleger Norbert Riha machte auf die alte Fahne des Burschenvereins Langenbruck aufmerksam, auf der unter anderem die ehemalige Kirche von Langenbruck zu sehen ist.

Auf Antrag an die Kirchenverwaltung wurde der Kirwagemeinschaft, die im Februar 2014 gegründet worden war, die Fahne zur Nutzung übergeben.

Jedoch hatten der Zahn der Zeit und die schlechte Lagerung an der Fahne ihre Spuren hinterlassen. So entschloss man sich, das gute alte Stück in der Fahnenstickerei des Klosters Michelfeld restaurieren zu lassen.

Große Anstrengung

"Es war nicht leicht, die erforderlichen 4500 Euro dafür aufzutreiben," berichtet Manuel Plössner. Jedoch hätten viele Bürger und Firmen großzügig gespendet. Auch die Stadt Vilseck habe sich mit 1000 Euro an der Finanzierung beteiligt, fügt der Vorsitzende dankbar an.

Hier zeige sich, dass die Worte "Glaube, Sitte, Berufstüchtigkeit, Heimatliebe, Frohsinn und Scherz", die auf der Fahne zu lesen sind, auch heute noch ihre Bedeutung haben, und dass Traditionen fortgeführt werden müssen. So hat sich die Kirwagemeinschaft im wahrsten Sinn des Wortes die Erhaltung von kulturellen Werten und des oberpfälzischen Brauchtums auf die Fahne geschrieben.

Am 27. Juli 2014 wurde das Prachtstück durch Pater Varghese in der Sorghofer Herz-Jesu-Kirche feierlich geweiht und anschließend stolz durch den Ort getragen.

Und nun freut sich die Kirwagemeinschaft schon jetzt auf die nächste Sorghofer Kirwa, die vom 25. bis 27. Juli stattfindet, und welche sie zusammen mit dem SV Sorghof ausrichtet.

Fahne in der Kirche

Zum Kirchweihfest wird die Kirwa-Fahne unter all den anderen Sorghofer Fahnen sicher wieder einen großen Eindruck machen und zur Ehre Gottes in der Kirche ihren Platz einnehmen.

Der junge Verein, der erst am Anfang seiner Arbeit steht, würde sich über Bildmaterial und Erzählungen seiner Vorfahren freuen. Wer Interessantes aus der Vergangenheit beitragen kann, möge sich an Manuel Plössner wenden.
Weitere Beiträge zu den Themen: Sorghof (984)Mai 2015 (7908)
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