"Kirwaleit" startklar

Die "Weißenbrunner Kirwaleit" sind der jüngste Verein in Kohlberg. Die Truppe um Vorsitzenden Maximilian Sternkopf (stehend, links) hat viel vor. Bild: war

Die Zukunft der "Weißenbrunner Kirchweih" ist gesichert. Statt der Familie Kummer übernehmen in diesem Jahr junge Leute aus den Gründörfern die Organisation. Damit bescheren sie dem Markt einen zusätzlichen Verein.

Der neue Club heißt "Weißenbrunner Kirwaleit". Die 31 Gründungsmitglieder trafen sich zur konstituierenden Sitzung im Hannersgrüner Feuerwehrhaus. Vorsitzender ist Maximilian Sternkopf. Er versprach: "Wir danken der Familie Kummer, dass sie die Kirchweih über 30 Jahre mit Erfolg ausgerichtet und zu einer festen Einrichtung gemacht hat. Wir werden dafür sorgen, dass die Veranstaltung nicht ausstirbt."

Der Termin für das Fest steht: das erste Wochenende im September. Neu ist, dass ein Festzelt aufgestellt wird. Ees ersetzt den Stodl des bisherigen Ausrichters.

"Mich reizt, dass ich Leute kennengelernt habe, die gemeinsam das Vereinsleben auf diese Weise pflegen, Trachten tragen und Kinder und Jugendliche an die Traditionen heranbringen", erklärt Alexandra Pscherer, warum sie mitmacht. Die Grafenwöhrerin ergänzt: "Der Zusammenhalt auf dem Dorf, der Kontakt untereinander ist viel enger und im Vergleich zum Stadtleben eine Supersache."

Über seine Freundin stieß Michael Stark aus Thansüß zu den Kirchweihfreunden. "Es gefällt mir hier riesig. Ich werde offen und herzlich empfangen, das Kirwa-Austanzen finde ich einfach saugut, die gemeinsamen Tage geben ein schönes Gefühl." "In der Dorfgemeinschaft gewinne ich neue Erfahrungen", sagt Mareike Hagler, die sich ab sofort um die Kasse kümmert. Sie denkt dabei auch an die Jüngeren: "So bleiben die schönen alten Bräuche erhalten. Es kommen immer wieder Kinder nach." Simone Krauß wurde in der Gründungsversammlung als Jugendbeauftragte gewählt.

"Kirwaleit" liegen im Trend liegt. Ähnliche Vereine gibt es bereits in Weiherhammer, Luhe-Wildenau und Etzenricht. Im angrenzenden Landkreis Amberg-Sulzbach ist das Thema schon seit längerer Zeit populär. Es gibt dort sogar eine eigene Anlaufstelle im Landratsamt.
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