Kirwareigen im Süden endet

Die Kirche St. Jakobus hat am Wochenende ihr Patrozinium - und Emhof feiert die letzte Schmidmühlener Kirchweih des Jahres. Bild: pop

Das südlichste Dorf im Landkreis, Emhof, feiert am Wochenende seine Kirchweih. Damit endet der Reigen dieser Feste in der Gemeinde Schmidmühlen.

An vier Wochenenden konnten beziehungsweise können die Bürger der Gemeinde Schmidmühlen Kirchweih feiern: in Eglsee, Winbuch, Schmidmühlen und Emhof. Eglsee macht im Juli den Auftakt, gefolgt von Winbuch im August und Schmidmühlen Anfang September. Nun ist also Emhof an der Reihe.

Traditionell richten die Kirwapaare dieses Fest aus. Das war nicht immer so: Vor 1970 gab es die WirtshausKirchweihen in den Gasthäusern Bauer und Kellermeier. Etwa ab 1970 war der Dorfstammtisch Nachtschwärmer Organisator. 1986 führten dann Helmut Werner, Rudi Werner, Reinhold Ferstl und Hans Werler die Kirwaburschen ein. 1987 wurde eine Kirwaliesl gekauft, nach und nach konnte man auch die Moidln für die Sache gewinnen. 1990 war es dann soweit - der erste Kirwatanz mit Oberkirwabursch Rudi Werner fand statt. Seit dieser Zeit liegt auch die Kirwa in Emhof in den Händen der Moidln und Burschen. Im vergangenen Jahr haben sich die Vilstalschützen mit eingeklinkt.

Offizieller Auftakt ist am Samstag, 12. September, wenn ab 14 Uhr der Baum aufgestellt wird. Das kleine Dorf im Vilstal hat eine interessante Geschichte. Einst eine eigenständige Gemeinde, ist Emhof nachweislich der älteste Ort im Markt. Schmidmühlen wird urkundlich erstmals 1010 genannt, Winbuch 1147 - und Emhof bereits 996.

Die erste Nennung entstammt - genau wie jene Schmidmühlens - der Tradition des Klosters Emmeram. Dort wird 997 beurkundet, dass der Abt dieses Klosters den Zins einer Hube für die Lichter in den Kapellen Premberg und Emmhofen gibt. Mit Letzterem ist das heutige Emhof gemeint. Die Kirche dort ist dem Jakobus geweiht. An diesem Wochenende feiert nun Emhof sein Patrozinium, seine Kirchweih. Das Programm beginnt am Freitag, 11. September, mit Schafkopf im neuen Schützenheim. Samstag ist um 14 Uhr Baumaufstellen und um 18 Uhr Gottesdienst, Sonntag ab 14 Uhr Baumaustanzen.
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