Kirwaverein im Höhenflug

Bildet die Kirchweih 2015 den Auftakt zu einer weiteren Stadtmeisterschaft? Beim Kirwaverein gab Dieter Kies, der Vorsitzende des Stadtverbands, dazu einen Denkanstoß. "Wie wäre es mit einer Stadtmeisterschaft im Maßkrugschieben?" Gefordert wäre kein großer körperlicher Einsatz, sondern lediglich ein gefühlvoller Schub per Hand.

Der Kirwaverein war im Mai vergangenen Jahres als jüngster der Eschenbacher Vereine gegründet worden. Seitdem befindet sich die junge Gemeinschaft im Höhenflug: Die Zahl der Mitglieder stieg inzwischen auf 62 an.

Bei der ersten Jahreshauptversammlung des Vereins blickte Vorsitzender Sebastian Wohlrab im Sportheim auf die letzte Septemberwoche 2014 zurück, als der Verein den langjährigen Dornröschenschlaf der Eschenbacher Kirchweih beendet hatte. Wohlrab ließ das Geschehen Revue passieren: vom Kirwazug über das Aufstellen des Kirwabaumes mit Festbetrieb bis zum Ausklang am Montag mit Trauerzug und Eingraben. Dazwischen lagen der Besuch des Kirwa-Zoigls beim Taubnschuster und der Gottesdienst in der Pfarrkirche.

Nach dieser "anstrengenden Woche" waren die Aktivitäten aber noch nicht beendet. Der Vorsitzende erinnerte an das Absägen des Kirwabaumes sowie die Kirchweihbesuche in Filchendorf und Schwarzenbach.

Sein Stellvertreter Andreas Theobald sprach die Ergänzung der Kirwakleidung sowie die Besuche benachbarter Vereine und der "Schousters Banausen" in Neuhaus/Pegnitz an. Es bestand der Wunsch, die Band zur Kirchweih 2015 erneut aufspielen zu lassen.

Diese soll erneut am Donnerstag (24. September) mit dem Aufstellen des Kirwabaumes beginnen. Auf dem weiteren Programm stehen am Freitag der Besuch des Kirwa-Zoigls beim Taubnschuster, am Sonntag Gottesdienst (eventuell mit der Stadtkapelle), Frühschoppen, Kaffee und Kuchen sowie am Montag gegen Abend Ausklang mit Eingraben der Kirchweih.

"Wenn es den Kirwaverein nicht gäbe, müssten wir ihn gründen", bekräftigte dritter Bürgermeister Klaus Lehl. Auch die Faschingsgesellschaft habe lange Zeit auf eine Wiederbelebung warten müssen. Jungen Leuten sei es zu verdanken, dass beide wieder zum Leben erweckt worden seien. "In einer Welt der Globalisierung braucht es Wurzeln und Traditionen. Das Bewusstsein von Heimat muss erhalten und gepflegt werden", erklärte Dieter Kies vom Stadtverband. Wie Lehl hatte er eine finanzielle Unterstützung mitgebracht.
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