Klänge für den Gründer

Geburtstag hätte heuer der Gründer der Kaolinkapelle, Vitus Bauer, gefeiert. An sein Lebenswerk wurde in einem Gedenkgottesdienst in der St.-Vitus-Kirche in Neunaigen erinnert.

Wernberg-Köblitz-Neunaigen. (krs) Vitus Bauer, am 27. Mai 1915 in Neunaigen geboren, wurde bei Peter Schriml in Nabburg ausgebildet. Für seine Berufung als Musiker brachte er viele Tugenden mit: Ausdauer, Kameradschaft und Disziplin. Nur so war es ihm möglich, während der Kriegszeit auch als Miltärmusiker zu bestehen. Mit der Gründung der Kaolinkapelle 1950 machte der sein "Handwerk" zum Beruf. Dies wurde durch die Kaolinwerke in Schnaittenbach und Hirschau, besonders durch Alfons Rasel, unterstützt.

Vitus Bauer konnte sein musikalisches Können weitervermitteln. Es war ihm ein besonderes Anliegen, seine Musiker selbst auszubilden. Dem Anspruch, den er an sich selbst stellte, wurden auch die Mitspieler gerecht. Über Jahrzehnte wirkten viele in der Kaolinkapelle mit. Gründungsmitglied Hans Meyer, bestens bekannt als "Beckerl", stößt immer noch aktiv ins Tenorhorn. Der "Vitus" entwickelte sich zu einer der beliebtesten Unterhaltungs- und Stimmungskapellen im Umkreis. Vitus Bauer leitete die Geschicke der Kaolinkapelle mit großem Erfolg bis ins Jahr 1985. Dann übergab er seinen Söhnen Siegfried und Vitus das Zepter. Diese zeichnen heute noch für die Kapelle verantwortlich.

Den Gedenkgottesdienst zelebrierte Pfarrer Josef Höning. Er wurde von den Kaoliner Musikanten und der Ehenbachtaler Trachtenkapelle musikalisch gestaltet. Die Kaoliner und die Trachtenkapelle verbindet eine 25-jährige Patenschaft. Sie wurde bei einem gemütlichen Beisammensein im Gasthaus Bierler gefeiert.
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