Klagen über Kalk im Wasser

Die Frage, woher die Gemeinde Freudenberg auf lange Sicht ihr Wasser bekommt, gewinnt zusehends an Bedeutung. Bisher drehte sich das Gespräch um zwei Varianten. Bürgermeister Alwin Märkl will eine dritte prüfen lassen.

(sche) Hauseigentümer aus dem Siedlungsgebiet Aschach-Süd berichteten bei einem politischen Dämmerschoppen des CSU-Ortsverbands, dass nach einer zwischenzeitlichen Verbesserung jetzt wieder kalkhaltigeres Wasser aus den Hähnen fließe. "Nach den bekannten Untersuchungsergebnissen dürfte das nicht sein", meinte Bürgermeister Alwin Märkl und sicherte eine Überprüfung zu.

Zur Abwägung der Alternativen für die zukünftige Wasserversorgung will er die Einwohner in Bürgerversammlungen mit einbinden. Diese Zusage bekräftigte er nochmals. Neben den bisher diskutierten Varianten - dem Anschluss an die Stadt Amberg oder dem Bau einer eigenen Brunnenanlage - solle auch der Beitritt zur Mimbacher Gruppe geprüft werden.

Die Kosten für die Abwasseranlage Oberland, die ab Mitte Mai entstehen soll, hätten sich auf 2,3 Millionen Euro erhöht. Kanalsanierungen, wie sie derzeit in Freudenberg laufen, müssten auf das gesamte Gemeindegebiet ausgedehnt werden. Die Sanierung der gemeindeeigenen Kläranlage oder eine Abwasserleitung zur Kläranlage Theuern kämen in Betracht. Beim Kanalbau ab 2017 in Immenstetten werde auch die Wasserleitung erneuert, um zu einem höheren Druck zu gelangen.

Bereits seit längerer Zeit ist die Dorferneuerung in Lintach im Gang. Demnächst starte sie auch in Hiltersdorf und Bühl. Für den Ortsteil Greßmühle strebt Märkl neben den Hochwasserschutz eine weitere Aufwertung an. Jetzt bestehe die letzte Chance, 90 Prozent Förderung bei einer Million Baukosten zu erhalten.

"Die Nachfrage nach Bauland ist in allen Ortsteilen nach wie vor da", bestätigte der Bürgermeister. Er selbst bevorzuge es, erst die vorhandenen Baulücken zu schließen, bevor neue Baugebiete ausgewiesen würden.

Geburtenrückgang und Übertritte an weiterführenden Schulen gefährdeten den Bestand ländlicher Schulstandorte. Angesichts des demografischen Wandels regte der Bürgermeister an, bei auftretenden Leerständen Ideen und Planungen für die alternde Gesellschaft einzubringen.

Weitere Diskussionspunkte bei der Veranstaltung waren die Einmündung in die AS 30 beim Bienenhof, der Radweg an der AS 30 sowie die Bauentwicklung in Raigering entlang der Gemeindegrenze und die damit verbundene Weiterführung des Geh- und Radwegs Aschach-Raigering. Sicher sei dabei, dass die Einmündung der Straße in die AM 30 rechtwinklig verändert werden soll. Ein angedachter Kreisverkehr sei vom Tisch.
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