Klarer Weidener 5:0-Heimsieg im Bayernliga-Derby - Gäste halten nur eine Halbzeit lang ...
SpVgg SV spielt Ammerthal an die Wand

Weiden. (lst) Von wegen Kräfteverschleiß: Die SpVgg SV Weiden hat drei Tage nach dem Pokaltriumph über den SC Eintracht Bamberg das nächste Ausrufezeichen gesetzt. Die Schwarz-Blauen fegten im Bayernliga-Derby am Freitagabend die DJK Ammerthal mit 5:0 (1:0) vom Platz.Die Schwarz-Blauen sind weiter in der Erfolgsspur und liegen punktgleich mit Spitzenreiter Jahn Forchheim in der Tabelle ganz vorne. Die Gäste bauten nach einer ordentlichen ersten Halbzeit in der zweiten immer mehr ab und resignierten angesichts der Überlegenheit der Gastgeber.

Stärkste Mannschaft

Ammerthals Coach Markus Mühling wollte nach dem Schlusspfiff gar nicht um den heißen Brei herumreden. "Wir haben es leider nur 20 Minuten geschafft, ansatzweise auf Augenhöhe mitzuspielen", gab der Coach zu. "Weiden hat danach wahnsinnig schnell umgeschaltet. Nach dem zweiten Gegentor war es für uns vorbei." Wie chancenlos sein Team war, fasste Mühling in einem Satz zusammen: "Weiden ist die mit Abstand stärkste Mannschaft, gegen die wir in der Bayernliga bisher gespielt haben."

Hochzufrieden war natürlich sein Gegenüber Christian Stadler: "Am Anfang haben wir uns schwer getan. Aber nach dem 1:0 waren Räume da und dann spielen wir hervorragend." Eine Stadler-Aussage klang dann schon wie eine Warnung an die Konkurrenz: "Meine Mannschaft lebt für den Fußball. Wir haben noch Potenzial nach oben." Im Vergleich zum Pokal am Dienstag baute Stadler seine Startelf auf drei Positionen um. Der zuletzt beruflich verhinderte Christoph Hegenbart begann für Ralph Egeter, Johannes Kohl für Martin Schuster und Stefan Graf für Benjamin Burger.

Die DJK versteckte sich zunächst nicht, griff früh an und unterband so das geordnete Pass-Spiel der SpVgg SV. Nach gut einer Viertelstunde nahm die Begegnung an Fahrt auf. Die Weidener legten an Tempo zu und kombinierten immer gefälliger. Schließlich wurden sie belohnt: Nach einem mustergültigen Konter aus der eigenen Hälfte heraus spielte Hegenbart genau auf den mitgelaufenen Stefan Graf. Der scheiterte frei stehend vor Schmidt aus 14 Metern zunächst am DJK-Keeper, vollstreckte im zweiten Versuch aber eiskalt (26.). Ein Tor, das den Gastgebern noch mehr Sicherheit verlieh. Die gelegentlichen DJK-Entlastungsangriffe wurden immer weniger, die SpVgg SV kontrollierte Ball und Gegner und hatte Chancen zum 2:0.

Einen Auftakt nach Maß erwischte die Stadler-Elf in der zweiten Halbzeit. Nach nur drei Minuten klingelte es erneut im Ammerthaler Kasten. Auf der rechten Seite hatte sich Thomas Wildenauer durchgetankt, seine Flanke nach innen fand in Michael Riester einen Abnehmer. Aus kurzer Distanz schob er in bester Torjäger-Manier zum verdienten 2:0 ein.

Riesters zweites Tor

In der Folgezeit beschränkte sich die SpVgg SV darauf, das Ergebnis zu verwalten. Die Gäste hingegen wollten, konnten aber nicht. Bis zur 66. Minute, als Florian Formholzer aus 17 Metern nur knapp am rechten Pfosten vorbeizielte. Auf der Gegenseite wurde der durchgebrochene Riester (75.) in letzter Sekunde abgeblockt. Besser machte er es drei Minuten später, als er nach einer Hereingabe von Ralph Egeter wiederum goldrichtig stand und mühelos zum 3:0 einschob. Egeter erhöhte in der 83. Minute nach einem perfekten Hegenbart-Zuspiel auf 4:0 und Hegenbart stellte gegen resignierende Ammerthaler auf 5:0 (86.).
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