Kleine Narren toben sich aus

Helfende Hände, aufmerksame Augen und Matten für eine weiche Landung sorgten für Sicherheit an den Geräten. Außerdem gab es bei Sing- und Bewegungsspielen, einer Polonaise und Liedern wie "Hey, Pippi Langstrumpf" jede Menge Vergnügen.

Vor einem Vierteljahrhundert waren sie selbst die kleinen Maschkerer beim Fasching der Kinderturngruppen der Volkshochschule. Nun schauten sie zu, wie sich ihr Nachwuchs beim VHS-Kinderfasching in der Mehrzweckhalle dem gleichen heiteren Vergnügen hingab.

Seit 1988 ist die von Marina Nasser und Karin Reul initiierte Veranstaltung ein Selbstläufer. Sie bedarf keiner Werbung, keines Fremdpersonals und keiner Zuliefererfirmen. Stets sind überaus engagierte Mamas und Papas zur Stelle, wenn es heißt, den Kinderfasching auf die Beine zu stellen.

Auch diesmal standen in kurzer Zeit Tische und Stühle für etwa 300 kleine und große Besucher, stimmte eine bunte Luftballondekoration auf das Geschehen ein und war eine Bewegungslandschaft mit kindgerechtem Parcours aufgebaut, wo sich die Kleinen mit Begeisterung austobten. Die bunt kostümierte Schar amüsierte sich auf Kletter-, Rutsch-, Kriech-, Balancier- und Springgeräten. Dicke Matten garantierten eine sichere Landung. Die Eltern hatten außerdem eine etwa zehn Meter lange Theke mit Kuchen, Torten, Muffins, Kücheln, Salaten, Obst und deftigen Snacks bestückt. Hinzu kam ein buntes Getränkesortiment - alles Spenden der Mütter und Väter. Den Thekendienst übernahm wieder Carmen Longares-Ulrich. Speisen und Getränke waren frei, nur Spenden waren erbeten.

Im vergangenen Jahr hatte Karin Reul mit etwas Wehmut Abschied von dem Betätigungsfeld genommen, das ihr nach dem Ende ihrer Unterrichtstätigkeit an der Volksschule ein Stück Lebensinhalt war. An ihre Stelle in der "Jungen VHS" trat Evelyn Hartmann, die bereits die Prinzengarde der Faschingsgesellschaft zu tollen Leistungen geführt hat. Nun holte sie sich zusammen mit Marina Nasser bei dem sehr jungen Narrenvolk mit Sing- und Bewegungsspielen erste Sympathien - vielleicht waren darunter bereits Aspirantinnen für die Faschingsgarden.

Lieder wie "Eins, zwei, drei im Sauseschritt", "Wir wollen eine Reise machen". "Ententanz", "Hey, Pippi Langstrumpf" und "Tanz der Pinguine hinter Neuseeland" entsprachen ganz dem Geschmack der munteren Kinderschar. Nicht fehlen durfte eine Polonaise.

600 Euro Erlös

Bereits beim ersten Kinderfasching hatten Nasser, Reul und die Eltern an Mädchen und Buben, die an Krebs erkrankt sind, gedacht. Auch diesmal ist der Erlös - 600 Euro kamen zusammen - für die Kinderkrebshilfe in der Region Oberpfalz-Nord bestimmt, insgesamt zum dritten Mal.

In den vergangenen 26 Jahren wurden fünf verschiedene Organisationen mit Zuwendungen bedacht. Durch Eintrittsgelder und Spenden kamen bisher 10 795 Mark und 8827 Euro zusammen.
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