Kleine und feine Kunstszene

Einen Konstantin Wecker kann man nicht jedes Jahr verpflichten, das ist klar. Aber die Verantwortlichen der Stadtverwaltung feilen schon an den nächsten Projekten, um mehr Kultur nach Auerbach zu holen.

Das Jubiläumsjahr neigt sich dem Ende entgegen. Viele Höhepunkte prägten 2014, vor allem kultureller Art. Mit viel Engagement und Vorarbeit hat das Rathausteam die Veranstaltungen gemeistert, zusammen mit Bauhof und Verwaltung logistische Meisterleistungen vollbracht. Es wurden Sitzpläne für die Helmut-Ott-Halle und die Innenstadt entworfen und der Online-Kartenverkauf vorbereitet.

Sonderwünsche erfüllen

Weiterhin galt es Sonderwünsche der Akteure zu erfüllen und Publikumsmassen zu bewältigen - Beispielsweise bei den knapp 1000 Besucher beim Auftritt der Altneihauser Feierwehrkapelln im Oktober. So viel Vorbereitung nur für das Jubiläumsjahr? "Nein!", ist aus dem Rathaus zu vernehmen. Auf Nachfrage unserer Zeitung bei Bürgermeister Joachim Neuß bestätigte dieser, dass bereits Gespräche für eine kulturelle Veranstaltungsreihe in 2015 laufen. "Sicherlich werden wir nicht diese Menge an Angeboten haben, wie in diesem Jahr. Aber allein die Logistik, die geschaffen wurde, das eingespielte Team der Verwaltung und die vielen Erfahrungen, die in diesem Jubiläumsjahr gemacht wurden, wollen wir nicht brach liegen lassen."

Guter Ruf

Auerbach habe sich mittlerweile auch überregional einen guten Ruf erarbeitet. Wenn dann noch die richtigen Namen im Kulturprogramm auftauchen, dann schätzt Rathauschef Neuß die Resonanz durchaus positiv ein.

Bei einem Konstantin Wecker-Konzert etwa seien Fans bis aus Leipzig angereist. Aber auch die anderen Veranstaltungen zogen Kreise. Auch wenn das preußische Kammerorchester nur ungenügend Resonanz hatte, so war es doch eine hochkarätige Angelegenheit, betont Neuß. " Hier lag es wohl an der Werbung im Vorfeld, viele hatten ernste Musik erwartet." Doch ein oft gehörter Satz nach dem Konzert war: "Hätte ich gewusst, was das Orchester anbietet, wäre ich auch hingegangen."

Gut lief auch der Auftritt der Heeresmusikkorps auf dem Marktplatz oder von Mixtura Cantorum in Michelfeld. Das Dehnberger Hoftheater im August musste allerdings wegen Desinteresse der Leute abgesagt werden. Für das kommende Jahr gibt es noch keinen Veranstaltungskalender für die kulturelle Ebene. Doch stellt sich Joachim Neuß vor, dass man Vereine mit ins Boot holt und deren große Feste, wie etwa die Gmoikirwa, in diesem Jahr als Plattform für zugkräftige Namen bietet. "Die Vereine bekommen so mehr Publikum, die Stadt übernimmt aber die Verantwortung für die Veranstaltung."

Noch ist nichts spruchreif, für 2015 feilt man an den Angeboten. Aber bereits 2016 soll es dann einen richtigen Auerbacher Kulturkalender geben, betont Neuß der SRZ gegenüber.
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