Kleinigkeiten verändern die Welt

Pfarrer Anton Witt, Domkapitular Thomas Pinzer, Pfarrer Johann Hofmann und BGR Josef Frank (von links) zelebrierten den Festgottesdienst. Bild: kro

Ein feierlicher Gottesdienst zum Patroziniumsfest des heiligen Jakobus bildete jetzt den Abschluss der umfangreichen Renovierungsarbeiten der Kirche in Marchanay. Dazu war Domkapitular Monsignore Thomas Pinzer im Auftrag des Bischofs angereist.

Gemeinsam mit Pfarrer Johann Hofmann, Pfarrer Josef Frank und Mitterteichs Stadtpfarrer Anton Witt, der aus Gründlbach stammt, feierte der Gast aus Regensburg die heilige Messe. Zuvor hatten die örtlichen Vereine einen kleinen Kirchenzug gebildet, angeführt von den "Grenzlandbuam" aus Bärnau. Wegen der großen Zahl an Gläubigen waren auch im Außenbereich der Kirche Bänke aufgestellt worden.

Zu Beginn des Gottesdienstes äußerte Pfarrer Johann Hofmann seine Freude darüber, dass nun zum Kirchenpatrozinium endlich der Abschluss der Renovierungsarbeiten gefeiert werden könne. Domkapitular Thomas Pinzer betonte, dass er gerne in seinen Heimatlandkreis gekommen sei.

In seiner Predigt ging Pinzer näher auf das Leben des heiligen Jakobus ein. Dieser sei nach Spanien gezogen, um dort das Wort Gottes zu verkünden. Jakobus habe gepredigt, dass schon auf Erden das Reich Gottes aufgebaut werden müsse. Jakobus Mutter habe gefordert, dass ihre beiden Söhne rechts und links von Jesus einen Platz finden sollten. Jesus habe dies aber dieser schroff zurückgewiesen - denn wer sich selbst groß mache, laufe Gefahr, andere klein zu machen. Wahre Größe zeige sich anders, was auch Jakobus gelernt habe. Das Reich Gottes müsse man sich erarbeiten. "Liebt einander", habe Jesus gesagt. "So entsteht das Reich Gottes."

"Was kann nun ein ,Durchschnitts-Christ' dazu betragen, dass sich der Glaube ausbreitet?", fragte Thomas Pinzer. "Sehr viel", lautete seine Antwort. Er persönlich sei felsenfest davon überzeugt, dass das Christentum auf vielen Kleinigkeiten aufgebaut sei. Es seien Kleinigkeiten, die die Welt verändern. Die Empathie, die Fähigkeit, andere Menschen wahrzunehmen und mit ihnen zu fühlen, bringe unsere Welt weiter. "Auch wenn sie keine Schlagzeile bringt."

Nach dem Gottesdienst folgte in der Festhalle der weltliche Teil des Jakobifestes.
Weitere Beiträge zu den Themen: Marchanay (1)August 2015 (7425)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.