Klimaschutz mit dem Spaten

Bürgermeister Werner Nickl und Forstdirektor Johann Weber (hinten von links) sowie Rektor Josef Etterer (hinten rechts) lobten die Grundschüler, die Waldbären und Stadtförster Klaus Ferber für ihre Baumpflanzaktion im Herrenhölzl. Bild: jzk

Die Aktion "Plant for the Planet" weitet sich aus. Das war von vornherein das Ziel von Heidrun Schelzke-Deubzer, als sie im Vorjahr diese Schülerinitiative in Kemnath startete.

Kemnath. (jzk) "Diese Aktion darf nicht nur auf die Schule beschränkt bleiben", forderte Heidrun Schelzke-Deubzer damals. Sie solle nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen ein Bewusstsein für globale Gerechtigkeit und den Klimawandel schaffen.

Zu einer groß angelegten Baumpflanzaktion war die Klasse 4a der Grundschule mit Lehrerin Sigrid Reger-Scharf nun in das Herrenhölzl gekommen. Im Distrikt vier des Kemnather Stadtwaldes, beim Ludererweiher, der Station 25 des Geo-Erlebnisweges, hatte Stadtförster Klaus Ferber Buchen (Hauptbestand), Speierlinge und Wildkirschen (Vogelkirschen) zur Pflanzung vorbereitet. Er erklärte den Buben und Mädchen genau, was sie alles beachten mussten, und stand ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Sein Hauptwerkzeug war dabei der Pflanz-Hohlspaten.

Truppweise wurden auch Bergahorn, Winterlinde und Weißtanne gepflanzt. Auch die Waldbären vom Waldkindergarten beteiligten sich mit ihren Betreuerinnen Sabine Reindl, Barbara Rauch und Katrin Colak. Über 100 Bäumchen setzten die Kleinen an diesem Schulvormittag. "Wir wollen keine anfälligen Monokulturen mehr", betonte Ferber immer wieder. Diese seien sehr anfällig gegen Käfer, Sturm und Schneebruch. Viel besser sei ein stabiler Laub-Mischwald mit klimatoleranten Bäumen.

Einige Grundschüler hatten ihre Tree-Shirts aus Buchenfasern angezogen. Dieses Material sorgt dafür, dass das im Holz gebundene Kohlendioxid auch gebunden bleibt. "Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz", erklärten die Klimabotschafterinnen Mariella Herold und Marie Felbinger. Im Namen ihrer Mitschüler bedankten sie sich beim Stadtförster und ernannten ihn ebenfalls zum Klimabotschafter.

Rektor Josef Etterer und Forstdirektor Johann Weber dankten den Kindern für ihren Arbeitseinsatz. "Ihr habt heute einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsvorsorge geleistet", betonten sie. Bäume seien lebensnotwendig, weil sie Kohlendioxid aufnehmen und Sauerstoff an ihre Umwelt abgeben. Waldarbeit mache doch viel mehr Spaß als stundenlanges Sitzen am Computer. Zugleich forderten sie die Kinder auf, die heute gepflanzten Bäumchen weiter zu betreuen.
Weitere Beiträge zu den Themen: April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.