Kliniken-Vorstand Josef Götz schwört angehende Krankenpfleger auf Freundlichkeit und Engagement ...
Immun gegen schlechte Laune

Für 26 Frauen und 5 Herren hat am 1. Oktober die Ausbildung zu Gesundheits- und Krankenpflegern begonnen. Gesamtschulleiterin Christel Glück-Baisch und Schulleiterin Beate Mark (von rechts) sowie Pflegedirektor Thomas Baldauf (rechts) und Klinikenvorstand Josef Götz (hinten, Vierter von links) hießen sie willkommen. Bild: bgm
Neustadt/WN. (bgm) Sehr schön, aber auch sehr fordernd sei der Beruf, den sich 31 junge Leute mit der Krankenpflege ausgesucht haben, sagte der Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG, Josef Götz. Er begrüßte damit neue Schüler der Berufsfachschule für Krankenpflege.

Die künftigen Gesundheits- und Krankenpfleger - 26 Frauen und 5 Männer - sind zwischen 16 und 27 Jahren alt. "Auf der einen Seite werden Sie früh mit Leid, Elend und Sterben konfrontiert. Auf der anderen Seite ist die Dankbarkeit der Menschen, denen Sie helfen, das, was den Beruf so schön macht."

Götz muss das wissen. Seine Frau und Tochter sind Krankenschwestern. So kenne er "ungefiltert" die beiden Seiten des Gesundheitswesens. "Insofern haben wir dann beim Abendessen immer die heißesten Diskussionen."

Hineinversetzen

Götz formulierte klare Erwartungen. Sobald die Schüler in der praktischen Ausbildung Dienstkleidung trügen, seien sie für Patienten und Angehörige wichtige Ansprechpartner. Dann gelte es Höflichkeit und Zuvorkommenheit zu beweisen. "Sie müssen sich immer in die Situation der Kranken und Verletzten hineinversetzen." Größten Wert lege er auf Freundlichkeit. Kleine Fehler würden die Patienten meist verzeihen. Reagiere man auf Beschwerden aber pampig, würden die Betroffenen ihre Beschwerden bis ganz oben weiterverfolgen. Und: "Ein freundlicher Gruß tut nicht weh." "Wir werden Ihnen alles mitgeben, was Sie brauchen", versicherte der Kliniken-Chef. Engagement und Biss seien aber gefordert.

"Wenn Sie von Anfang an dabeibleiben, dann werden Sie mit Sicherheit auch das Examen bestehen", ermutigte Pflegedirektor Thomas Baldauf die Neulinge. Das Ziel der Ausbildung beschrieb Schulleiterin Christel Glück-Baisch: "Was habe ich wie und weshalb für genau diesen Patienten zu tun?" Finden die 31 jungen Leute am Ende ihrer Ausbildung eine Antwort auf diese Frage, winke ein krisensicherer Job. "Die Gesellschaft wartet auf Sie", ist Baldauf sicher.
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