Knapp zwei Millionen Euro investiert die Gemeinde Freudenberg in ihre zentrale Abwasserentsorgung. Die Anlage wird um die Ortsteile Ellersdorf, Schleißdorf, Witzlricht und Lintacher Mühle erweitert.
Abwasserkanäle fürs Oberland

In der kommenden Woche beginnen die Arbeiten für die Erweiterung der Abwasserentsorgung (von links): Andreas Bodensteiner (Technischer Leiter der Gemeinde), Erhard Obendorfer (Ingenieurbüro Seuß), Bürgermeister Alwin Märkl und Bauleiter Klaus Kiefmann von der Firma Seebauer. Bild: gef
(gef) Die Firma Seebauer aus Schwarzhofen beginnt am Montag, 18. Mai, mit den Arbeiten für die Abwasseranlage Oberland. Gemäß dem Bauzeitplan werden heuer die Ortskanalisationen in Ellersdorf und Witzlricht errichtet, aber auch die Abwasserdruckleitungen zwischen den drei Ortschaften des Oberlands und Freudenberg-Wutschdorf verlegt.

Zudem kommt zwischen den Dörfern Ellersdorf und Witzlricht parallel mit den Abwasserdruckleitungen ein Leerrohr für die DSL-Breitbandversorgung unter die Erde. Die Baumaßnahmen der Ortskanäle in Schleißdorf und Lintacher Mühle starten voraussichtlich im Frühjahr 2016. Vorgesehen ist auch der teilweise Austausch von schadhaften Regenwasser- und Wasserrohren. Rund 1700 Meter Freispiegelkanäle für Schmutz- und Regenwasser, 50 Schachtbauwerke und etwa 60 Hausanschlüsse werden gebaut.

Einen großen Bauabschnitt bildet das Druckleitungssystem zum Transport der Abwässer nach Wutschdorf. Hierfür werden 5100 Meter Rohre mit einem Innendurchmesser von zehn Zentimetern verbaut. Um die Baufelder zu minimieren, kommt bei einem Großteil der Druckleitungen das Fräsverfahren zur Anwendung. 16 Schachtbauwerke sind dafür nötig.

Die häuslichen Abwässer werden in Schleißdorf und Witzlricht jeweils in Pumpstationen gesammelt. Sie laufen von dort über Druckleitungen zum Einleitungspunkt an die Kanalisation in Wutschdorf. Um ein Anfaulen des Abwassers in den Rohren zu vermeiden, sind in jeder Pumpstation Kompressoren geplant. Mit Druckluftspülungen wird das gesamte Leitungssystem je nach Bedarf und Jahreszeit zwei- bis dreimal täglich entleert. So soll auch eine Geruchsbelästigung vermieden werden. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende Oktober 2016. Erst dann geht die Abwasseranlage für das Oberland in Betrieb.
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