"König der Herzen"

Es war eine ausgesprochen würdige und schöne Geburtstagsfeier voller Fröhlichkeit und Freude, die Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung für Pfarrer Irudayaraj Devadass ausgerichtet haben.

"Ich hätte nie gedacht, meinen Fünfzigsten in Kaltenbrunn zu feiern, aber der Mensch denkt und Gott lenkt", sagte Devadass beim von indischen Riten geprägten Dankgottesdienst am Samstag. Chor und Trompeter Hans Rettinger glänzten mit der Orgelsolomesse von Haydn und den "Irischen Segenswünschen".

Großer Applaus

Als Geistlicher Rat Antony Soosai aus Neukirchen St. Christoph den Vornamen Irudayaraj mit "König der Herzen" übersetzte, brandete großer Applaus auf. Weitere Konzelebranten waren die tamilischen Heimatfreunde Pennoraj Tharmakkan aus Parkstein, Cousin James Adaikkalam aus Rettenbach, Pater Michael Raj aus Mallersdorf und Festprediger Pater Antony Anandam aus Aulendorf.

"Du hast auf den wahren König des Herzens und seinen Ruf gehört. Und es war eine schöne Idee Gottes, dass dich dein Weg vor 15 Jahren nach Kaltenbrunn geführt hat", betonte der Steyler Missionar. Devadass setze seinen gewählten Spruch "Die Liebe Gottes drängt uns, um alle Menschen zu lieben" in die Tat um.

In seinem 25. Jubiläumsjahr könne er mit Dankbarkeit feiern, "dass Gott dich begleitet, geformt und mit seinem Segen behütet hat". Im Zelt hinter der Kirche konnte jeder dem Pfarrer gratulieren. Er bekam anstelle von Geschenken viele Spenden für das indische Hilfsprojekt. Auch Pfarrer Adam Nieciecki, der evangelische Geistliche Matthias Weih, Altbürgermeister Georg Härning und Vereinsvertreter reihten sich ein. Wie schon 2000 ihre Tochter, hängte Christine Nachreiner mit dem Dürnaster KAB-Team dem Pfarrer nach indischem Brauch eine Girlande um. "Wir wollen gratulieren zu deinem Ehrentag und dir damit auch zeigen, dass man dich gerne mag", brachte der Chor treffend zu Gehör.

"Ein guter Fang"

"Unser geschätzter Pfarrer Devadass findet stets das rechte Maß. Die Messe nicht zu kurz und nicht zu lang, es war schon ein sehr guter Fang", hieß es im Gedicht von Pfarrgemeinderatssprecherin Martina Messer. "Sie sind nie in den Vordergrund getreten, sondern immer bescheiden geblieben", bemerkte Kirchenpfleger Karl Bauer.

Für Auflockerung sorgten indische Tanzeinlagen und Gesänge. Der Pfarrgemeinderat glänzte mit lustigen Sketchen. Er überreichte ferner eine Urkunde für die Steigerung der Kirchenbesucher auf 80 Prozent, indem jeden Sonntag Christmette stattfindet. Ein Ständchen brachte der Kindergarten bereits am Pfarrhof im Beisein der Bürgermeister Ludwig Biller und Herbert Rudolph. Bischof Rudolf Voderholzer hatte schriftlich gratuliert.
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