Königstein freut sich auf den Simultankirchenradweg
Gotteshäuser für zwei

Die Königsteiner Pfarrkirche St. Georg in den 1920er Jahren, als sie noch Simultankirche war. Eine Besonderheit stellen die beiden Taufsteine im Altarraum dar, links der evangelische aus Holz, auf der rechten Seite der katholische aus Stein. Bilder von Martin Luther und Philipp Melanchthon hingen am Hochaltar. Vor katholischen Messen nahm sie der evangelische Mesner ab. Repro: wku
Simultankirchen sind oder waren das Eigentum beider Konfessionen. Künftig verbindet diese Gotteshäuser ein Radweg. Seine erste Schleife führt zu den Kirchen in Kürmreuth, Niederärndt, Weißenberg, Eschenfelden und Königstein. Bürgermeister Hans Koch berichtete im Marktrat über ein Gespräch mit Peter Kratzer, dem Verantwortlichen der evangelischen Landeskirche.

Geplant ist eine Internetseite, auf der die Wegbeschreibungen der einzelnen Streckenabschnitte herunterzuladen sind. Bürgermeister Hans Koch begrüßte diese Aktion als eine touristische Aufwertung für den Markt Königstein. Mehr als 300 Jahre hätten katholische und evangelische Christen auch die Königsteiner St.-Georgskirche genutzt.

Die Eröffnung des Simultankirchen-Radwegs steht am 8. Mai auf dem Programm. In diesem Zusammenhang wies Hans-Martin Grötsch auf das 50-jährige Bestehen der St.-Michaelskirche hin. Zur Jubiläumsfeier am 28. Juni kommt der frühere Eichstätter Bischof Walter Mixa.

Nachdem das Simultaneum der St.-Georgskirche 1961 aufgelöst wurde, baute die katholische Gemeinde eine neue Kirche am Ortsrand in Richtung Auerbach. Sie wurde am 27. Juni 1965 auf den Namen St. Michael geweiht.
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