Kolping-Spende fließt in Trinkwasserversorgung der Menschen im Südsudan - Pater Markus Körber ...
Um wenigstens das Nötigste zu beschaffen

Seit 2006 wirkt der gebürtige Pottensteiner Markus Körber als Ordensmann der italienischen Ordensgemeinschaft Comboni Missionare in Afrika. Der 43-Jährige sieht diese Aufgabe im Dienst Gottes als Berufung an. Trotz gesundheitlicher Probleme lässt er sich nicht aufhalten, um nicht nur den Glauben zu verbreiten, sondern den Menschen auch zu einem besseren Leben zu verhelfen. Dazu tragen auch Spenden wie die der Kolpingfamilie Auerbach bei.

Tausend Euro

Tausend Euro, die stellvertretend der Zwillingsbruder des Missionars, Andreas Körber, bei der Maiandacht an der Verlassenen Mutter entgegen als Spende entgegen nahm, wird mit zur Finanzierung der Trinkwasserversorgung für die Bevölkerung im Bereich der Missionsstation Tali im jetzigen Südsudan Verwendung finden.

Seit 1. Juli 2011 wurde der Südsudan in die Unabhängigkeit entlassen und ist somit das jüngste Land der Welt. Die trügerische Ruhe hielt jedoch nicht lange, es sammelte sich erneut Zündstoff an, der im Dezember 2013 eskalierte. Die Bewohner leiden unter einem gewalttätigen Konflikt, der seitdem das tägliche Leben massiv beeinflusst, erklärte Körber. Nach seiner Priesterweihe im Jahr 2006 war Kenia die erste Anlaufstation für Pater Markus Körber für die einjährige Vorbereitung auf seine Aufgabe. Danach wurde er vom Orden mit der Wiedereröffnung der Missionsstation im nun unabhängigen Südsudan beauftragt. Das Gebiet übertrifft flächenmäßig die Größe des Erzbistums Bamberg. Mit dem Wiederaufbau musste von ganz unten begonnen werden, zunächst ging es um die einfachsten Dinge.

Die erste Zeit verbrachte Pater Körber im Zelt. Zusammen mit den Einheimischen machte er sich an den Aufbau von Hütten. Wasser kam aus Pfützen. Der Zugang zu Trinkwasser war daher das dringendste Problem. Eine Spezialfirma aus dem Nordsudan, die der Missionar ausfindig machte, wurde mit der Abhilfe beauftragt. Gleichzeitig setzte er sich für die Ausbildung von Katechisten ein, um für die Menschen in den 50 Außenstationen Wortgottesdienste anbieten zu können.

Pfarrhaus und Kirche

Nach und nach folgten der Bau von Pfarrhaus und Kirche, nicht zuletzt auch als Schutz der Menschen beim Gottesdienstbesuch gegen wilde Tiere. Dazu wurde mit Hilfe eines ehemaligen Comboni Missionars ein Schulprojekt ins Leben gerufen, wodurch Kindern eine kostenlose Schulbildung vermittelt wird. Unter staatlicher Aufsicht wurde Schulgeld erhoben, das viele Familien nicht aufbringen konnten.

Im Namen seines Bruders dankte Andreas Körber der Auerbacher Kolpingfamilie für die Spende, die vorrangig bei der Finanzierung für neue Bohrlöcher zur Trinkwasserversorgung in den Außenstationen mit einem Kostenaufwand von 8000 bis 9000 Euro eingesetzt wird. "Für ihn ist es ebenso wichtig zu wissen, dass es euch gibt. Menschen, die in seiner Heimat Interesse an seiner Arbeit haben", überbrachte Körber als Anliegen des Missionars, der auch trotz vieler Unwägbarkeiten nicht aufgibt: "Blauhelm-Soldaten sind mit Beginn der Krise abgerückt, die Missionare blieben."
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