Kombiklassen im Trend

Leitender Schulamtsdirektor Wolfgang Krauß (rechts) und sein Stellvertreter Rudolf Kunz sind mit der Schulorganisation im Landkreis ganz zufrieden. Problem ist derzeit nur die noch nicht bekannte Zahl an Flüchtlingskindern. Bild: lli

Auch wenn der Landkreis vom demografischen Wandel besonders betroffen ist, die Zahl der Grundschüler bleibt einigermaßen stabil. Ja, es gibt sogar einen leichten Zuwachs - wenn auch nur in Pechbrunn.

Tirschenreuth.(lli) Wenn am Montag die Ferien zu Ende gehen, liegt hinter Leitenden Schulamtsdirektor Wolfgang Krauß und seinen Stellvertreter Rudi Kunz jede Menge Arbeit: Tagelang haben sie Klassen geplant und Lehrer verteilt. Trotz der intensiven Vor- und Mitarbeit der Rektoren sowie der Fachberater und Seminarleiter waren Probleme hinsichtlich der Klassenbildung und Schulorganisation auch dieses Jahr nicht ganz zu vermeiden.

Insgesamt gibt es im Landkreis 3466 Schüler, die in 167 Klassen unterrichtet werden. Daraus ergibt sich eine durchschnittliche Klassenstärke von 20,75 Schülern. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das ein Minus von 83 Schüler und 4 Klassen. "Dennoch kann man sagen, dass sich die Zahl der Grundschüler stetig stabilisiert. In Pechbrunn gab es sogar einen Schülerzuwachs", teilt Wolfgang Krauß erfreut mit. 583 Kinder - verteilt auf 18 Klassen - werden heuer eingeschult. "Allein an der Marien-Grundschule in Tirschenreuth gibt es drei erste Klassen mit insgesamt 65 Schülern.

Auch dieses Jahr sind Kombiklassen im Trend. 25 gibt es im Landkreis. In 15 Fällen wurden die erste und zweite Jahrgangsstufe zusammengelegt, in den übrigen die dritte und vierte." Besonders stolz sind Wolfgang Krauß und Rudolf Kunz auf Schulen mit dem Profil Inklusion. So wie beispielsweise die Grundschule Mitterteich. Auch wenn dieses Jahr keine neue Tandemklasse zustande kam. Krauß und Kunz freuen sich aber, dass nun auch die Mitterteicher Mittelschule eine Inklusionsschule ist. "So hängen die Schüler nach der vierten Jahrgangsstufe nicht in der Luft." Auch die Grundschule Tirschenreuth praktiziert das Konzept. "Unser Plan ist es, bis nächstes Jahr auch die Johann-Andreas-Schmeller-Schule mit einzubinden ."

Wie bereits letztes Jahr haben die Grundschulen die Möglichkeit, das Zwischenzeugnis in den Jahrgangsstufen 1 bis 3 durch ein dokumentiertes Lern-Entwicklungsgespräch zu ersetzen. Gemeinsam mit den Eltern und den Schüler werden die Noten besprochen und die Ziele für das kommende Halbjahr gesteckt."Das wird in Mitterteich, Kulmain, Waldershof und Pechbrunn bereits erfolgreich praktiziert."

Unter anderem gibt es 17 gebundene Ganztagsklassen an den Mittelschulen. Dort ist der Nachmittagsunterricht fest in den Stundenplan eingebettet. Die Grundschulen Waldershof, Wiesau und Mitterteich sind offene Ganztagsschulen. Hierbei erstreckt sich das Lern- und Betreuungsangebot über alle Jahrgangsstufen. Eine weitere Besonderheit ist FleGS, die flexible Eingangsstufe der Grundschule, die bereits in Waldershof und Erbendorf praktiziert wird.

Musikalisch geprägt

Die Mittelschulen in Waldsassen und Kemnath kooperieren mit den jeweiligen Realschulen: "Sie erarbeiten gemeinsame Programme und Projekte." In bestimmten Fächern haben die Schüler auch gemeinsamen Unterricht . Ein kleines Highlight ist auch die musikalische Grundschule in Kulmain. "Alle Fächer sind hier sehr musikalisch geprägt."
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