Kommunbacköfen

Stadtchronist Heinrich Ascherl hat auch über das Backwesen der Stadt geschrieben. So habe bereits in früheren Jahrhunderten auf dem Land jeder Bauer seinen Backofen besessen, in der Stadt habe dagegen die Verwaltung Kommunöfen gebaut und unterhalten. Nutzen konnte sie jeder. In den 1920er Jahren betrug die Gebühr 50 Pfennige. Zum Vergleich: 1926 kostete die Halbe Bier 37 Pfennige. Schon im 16. Jahrhundert sind mehrere Backstätten erwähnt: am unteren und oberen Tor sowie in der Freyung. Hans-Jürgen Kappert weiß von Öfen am Hohlweg und beim ehemaligen Gesundheitsamt.

Anfang des 20. Jahrhunderts sind noch neun Bäcker in Neustadt bekannt. Im 18. Jahrhundert war dies vor allem das Metier der Familie Fuchs, in neuerer Zeit das der Familie Gierisch, berichtet Stadtarchivarin Ursula Wiechert. (phs)
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