Kommunbrauer feiern Einheit

Viele Besucher mussten beim Kommunbrauertag auf einen Sitzplatz verzichten. Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch. Bild: fz

Während Deutschland Wiedervereinigung feiert, zelebrieren die Neuhauser die Einheit zwischen den Kommunbrauern. Der Tag der Kommunbrauer am Samstag war zugleich die Jubiläumsveranstaltung "600 Jahre Zoigltradtion Neuhaus".

Tausende Besucher genießen das Kultgetränk "Zoigl" bei toller Atmosphäre. Parkplätze um Neuhaus sind teilweise mit Wohnmobilen aus ganz Deutschland belegt. Sämtliche Quartiere sind ausgebucht. Die Autos strömen in den Ort, ab 9.30 Uhr spuckt der Shuttlebus vom Bahnhof Windischeschenbach ununterbrochen Leute aus.

Während sich beim Schoilmichl die Wildsau am Spieß dreht, kommen noch Leute und fragen nach Quartieren für die Nacht. 500 Besucher sind bereits früh um 10 Uhr am Marktplatz, als die Zoiglwirte mit Musik der "Neuhauser Boum" zum Bieranstich auf den Marktplatz einziehen. Der Vorsitzende der Kommunbrauer Thomas Witt verspricht einen schönen Tag. Bürgermeister Karlheinz Budnik geht auf zwei markante Tage für Deutschland und Neuhaus ein.

Kurz darauf zapfen die beiden Zoigl-Hoheiten Sophia und Lena das erste Fass Bier an. Vorher gingen die beiden im Dialog auf 600 Jahr Kommunbraugeschichte ein. "Ihr wisst wohl scho' wie's schmeckt, weil ihr nicht herkommt", sagt der Schafferhofwirt süffisant. Aber gleich darauf beginnt der Ansturm auf das Freibier.

Leckeres aus Tschechien

Gleich daneben eröffnet Norbert Neugirg seinen Stand mit original tschechischen "Kolace". Der Kommandant der Feierwehrkapell'n hatte Libor Valecka mit seiner Dudelsack-Kapelle eingeladen, weil es gutes Bier hüben wie drüben gibt. Helena Konipiková aus Krchlebské hatte ihre Kolace, das ist ein Hefeteigkuchen mit leckerem Belag, mitgebracht.

Die Dudelsackkapelle spielte den ganzen Tag und zog von einem Zoiglwirt zum anderen. Diese hatten schon zum Frühschoppen volles Haus und warteten mittags mit Spezialitäten auf. Natürlich gab es den ganzen Tag Essen vom Feinsten, wie man es beim Zoigl in Neuhaus gewohnt ist.

Am Nachmittag war dann kein freier Platz mehr zu ergattern. Eigentlich hätte jeder Wirt das Schild "wegen Überfüllung geschlossen" aushängen müssen. Die musikalische Vielfalt bei jedem der Zoiglwirte spannte den Bogen von "Volksmusik trifft Rock"n Roll". Selbst auf dem Marktplatz wurde gefeiert. Nachmittags konnte im Burgmuseum auch die Ausstellung "600 Jahre Zoigltradition Neuhaus" besichtigt werden.


Bilder: fz
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