Kommune schafft für 30 000 Euro feste Unterkunft für Kindergartenkinder in der Natur an
Waldtage sind der Stadt lieb und teuer

So könnte das Innere des Waldkindergarten-Wagens aussehen, den die Stadt kaufen wird. In Absprache mit dem Kindergarten können für den Sonderbau noch eigene Gestaltungswünsche vorgebracht werden. Bild: rn
Im Bereich des Waldlehrpfades im Stadtwald wird ein Waldkindergarten-Wagen aufgestellt. Dies beschloss der Stadtrat in seiner Sitzung. Der Grund sind die seit Jahren üblichen Waldtage des Kindergartens. Die Erlebnistage im Stadtwald seien bestens dazu geeignet, den Mädchen und Buben die Natur näher zu bringen, sagte Bürgermeister Peter Lehr. Die Inhalte seien auf die pädagogischen und didaktischen Bedürfnisse der Kleinen abgestimmt.

Anhand von Bildern stellte Lehr den Wagen vor. Dabei handelt es sich um einen Sonderbau mit beidseitiger Treppe, der über eine Trockentoilette, einen kleinen Wassertank und eine zweckdienliche Einrichtung verfügt. Er ist 8,50 Meter lang, 2,40 Meter breit und 3,20 Meter hoch.

Die Erfahrungen der vergangenen Jahre hätten gezeigt, wie vorteilhaft für Kinder und Erzieherinnen eine feste Unterkunft sei, erklärte der Bürgermeister und sah in dem Wagen eine "deutliche Aufwertung unserer Kindertagesstätte". Die Kosten dafür bezifferte er auf circa 30 000 Euro. Erfreut vernahmen die Stadträte die Nachricht, dass vom Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald ein Zuschuss von 50 Prozent zu erwarten ist. Für einen Förderantrag ist ein genehmigter Bauantrag erforderlich.

Fritz Betzl nannte den Wagen einen "tollen Service für die Erlebnistage unseres Kindergartens" und einen wichtigen Standort für Umwelt und Natur. Er dachte gar an eine Weitervermietung an auswärtige Einrichtungen. Jugendbeauftragte Karolina Forster erkannte einen zusätzlichen Vorteil: "Die Kinder können auch mal einen ganzen Tag im Wald bleiben."

Auch Michael König zeigte sich als großer Befürworter und verwies auf einen Waldkindergarten-Wagen in Kemnath, der stets ausgebucht sei. Ähnlich äußerte sich Forstwirtschaftsmeister Reinhard Wiesent. Franz Fuchs brachte die positive Entwicklung der kindlichen Motorik bei regelmäßigen Aufenthalten in der Natur ins Spiel. Darüber hinaus seien Kinder aus Waldkindergärten gesünder und weniger anfällig.
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