Komplimente für Ferien-Künstler

Das Klopfen der Werkzeuge auf dem Sandstein nahm bisweilen fast meditative Züge an, berichteten die Teilnehmer des Bildhauer-Workshops. Stolz zeigten sie anschließend die Wasserspeier, die sie geschaffen hatten. Bild: fm

Kreative Ferientage wollten 15 Besucher im Seminarhaus Deinsdorf verbringen. Die einen entspannten sich dort mit Pinsel und Farbe. Die anderen bekamen Steine in den Weg gelegt.

Mehr oder weniger als Laien gekommen, heimsten die Teilnehmer zweier Workshops bei der Finissage Komplimente für die geschaffenen Werke ein. Den Malkurs leitete Gudrun Gräbner; den Einstieg in die Steinbildhauerei begleitete Ilse-Marie Schneider.

Der gute Ruf, den die künstlerischen Ferienangebote im ruhigen Ambiente des Seminarhauses genießen, lockte die Teilnehmer fürs Malen an. Manche sind schon Stammgäste. Wie ihre Sprecherin Lilo Wolf bei der Ausstellung am Kursende äußerte, war es der Kursleiterin Gudrun Gräbner raffiniert gelungen, jeden Tag etwas Neues anzupacken und verschiedene Techniken der abstrakten Malerei anzuwenden. Das hielt die Spannung hoch. Am letzten Tag gab es Themen umzusetzen wie Freude, Spuren, Botschaften oder Wellengang.

Die ausgestellten Werke nahmen durch ihre Farbkompositionen und Vielfalt gefangen. Die Kursleiterin war mit ihren Schülern zufrieden und merkte an, dass die Betrachtung von der Sensibilität des jeweiligen Künstlers abhänge.

Beim Steinbildhauerkurs saßen die Teilnehmer zunächst etwas ratlos vor ihrem Steinklotz. Aus dem rötlichen Sandstein sollten sie einen Wasserspeier formen, wie er früher an alten Bauten angebracht war. Der Umgang mit Spitzmeißel und Fäustel musste zunächst probiert werden. Viel Überlegung und Fantasie brauchte es, die verschieden geformten Rohlinge anzupacken, wie Sprecherin Ann-Britt Uhlig erzählte.

Nach und nach fanden alle ihren Rhythmus, wobei das Klopfen mit den Werkzeugen fast zum Meditieren animierte. Allmählich schälte sich der Kopf mit Augen, Nase und Mund heraus. Neben der handwerklich-künstlerischen Erfahrung lobte Uhlig die Atmosphäre und die Ökoküche im Seminarhaus, die die Tage zu einem erholsamen Erlebnis machten.

Die Bildhauerin Ilse-Marie Schneider als Kursleiterin fügte an, dass jeder das Hineinfühlen in die Formung des Steins erkunden und dies mit seinen Händen umsetzen musste. Stolz konnten alle ihr Werk als Andenken mit nach Hause nehmen.

Die Finissage begleitete Christina Zetelmeisel mit Gitarre und Gesang. Der ökologische Imbiss war eine gute Wegzehrung für die oft lange Fahrt in den Heimatort.
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